Mit Konflikten mal anders umgehen…

Damit beschäftige ich mich schon sehr lange, denn viele Konflikte, besonders die, die sehr mit heftigen Emotionen einhergehen, machen mich eher hilflos und hinterlassen Schuldgefühle, die mich wiederum lähmen.

Hier stelle ich euch mal das sog. „Mentale Aikido“ vor.
Ich finde die Idee genial, wenn auch gar nicht so leicht anwendbar. Aber schaut selbst mal.

GRUNDIDEEN DES MENTALEN AIKIDO

1.Willkommen heißen
Betrachte einen Konflikt, der dir auf deinem Weg begegnet, als Chance. Sieh´ es als eine Möglichkeit, zu lernen damit umzugehen, ohne deine eigene Harmonie und innere Mitte zu verlieren. Entfalte in dir die Lebenshaltung, dass du durch Konflikte wichtige Dinge lernen und als Mensch daran wachsen kannst.

2. Kein Gegenspieler
Betrachte dein Gegenüber als Trainingspartner. Auch wenn derjenige dir schaden oder dich verletzen möchte – das Leben hat ihn dir geschickt, um etwas in dir zu bewirken. Lasse dich in deinen Reaktionen nicht durch deine Angst oder die Abweisung von anderen leiten – bleibe in deiner eigenen Mitte.

3. Ein Schritt zur Seite
Betrachte eine negative Äußerungsform als Zeichen von Ohnmacht. Übersetze das Negative in eine Einladung zu einem Kontakt. Fühle dich nicht unnötig als Person angegriffen. Gehe einen Schritt zur Seite und schaffe damit Raum zwischen dir und der Aggression, Frustration oder Manipulation deines Gegenübers. Sei dir bewusst, dass es dein eigenes Selbst ist, das so stark auf Abweisung reagiert. Versuche, offen zu bleiben, um wahrnehmen zu können, was im Moment gerade tatsächlich wirksam ist.

4. Mitbewegen
Zeige Verständnis und Mitgefühl mit den Anderen. Übersetze Bosheit, Forderungen oder Erwartungen in einen Vorschlag deines Gegenübers, den du als solchen auch nachvollziehen und anerkennen kannst. Fühle dich in das ursprüngliche Bedürfnis oder das echte Gefühl des anderen, das dieser Situation zugrunde liegt, hinein und mache es dir bewusst. Lerne, dich in einen anderen hineinzuversetzen, auch wenn derjenige nicht bereit ist, das Gleiche bei dir zu tun.

ente

5. Hinzufügen
Nehme genau wahr, wann der Moment da ist, um deine Idee, dein Bewusstsein oder deine Antriebskraft zu der gemeinsamen Energie hinzuzufügen, ohne den anderen damit zu forcieren.

6. Öffnungen sehen

Sei offen für das Erkennen von neuen Möglichkeiten, die sich zur gemeinsamen Lösung des Problems anbahnen – ohne Verlierer.

7. Umleiten
Leite die gesamte Energie in eine gute Richtung, sobald dies ohne forcieren möglich ist.

8. Stärken
Gönne es deinem Gegenüber, gestärkt aus dem „Kampf“ hervorzugehen.

9. Dankbar sein
Sei dankbar für alles, was du in dieser Situation lernen durftest.

10. Lernen
Reflektiere für dich, wie du das nächste Mal in einer solchen Situation noch besser reagieren kannst.

11. Erkennen
Erkenne letztendlich, dass du nichts anderes tun kannst, als eine Situation zu erleben und dich durch die Erkenntnisse, die du dadurch gewonnen hast, transformieren zu lassen. Negative und überflüssige Elemente werden verbrannt und neue Energie wird dadurch freigesetzt.

27 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. kowkla123
    Jul 24, 2015 @ 14:35:57

    das sind alles sehr interessante und im Wesentlichen gute Ratschläge, finde ich, mache es gut, Klaus

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  2. ilanah777
    Jul 24, 2015 @ 14:40:11

    Ja, lieber Klaus. Ich finde sie alle auch sehr gut. Aber auch nicht gerade einfach umzusetzen, gerade wenn die Stimmung sehr aufgeheizt ist.
    Laß es dir gutgehen
    Ilanah

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  3. aliasnimue
    Jul 24, 2015 @ 15:39:46

    https://aliasnimue.wordpress.com/2015/07/16/einnorden/
    So in etwas waren auch meine Gedanken, als ich den Eintrag geschrieben habe.

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  4. susanne49
    Jul 24, 2015 @ 16:41:54

    Konfrontation war auch das Thema in der letzten Meditationsrunde. Manche sind schon sehr weit im Umgang damit, ich eher nicht. Ich vermeide das bei bestimmten Personen, bei anderen kann ich so eine Situation annehmen.

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    • ilanah777
      Jul 24, 2015 @ 16:46:36

      Liebe Susanne, mir gehts ähnlich, bei manchen Personen mache ich das automatisch, bei anderen gelingt es mir gar nicht, irgendwas triggern diese Leute dann in mir an. Dann versuche ich ganz genau hinzuschauen und manchmal entdecke ich, was es ist.

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  5. ananda75
    Jul 24, 2015 @ 16:48:00

    Ich hab ein paar Jahre Aikido gemacht und denke immer wieder an eine Übung:
    Stell dir vor, Jemand, größer, stärker, schwerer als du (bei meiner Statur sind das fast alle 😉 umklammert dich von hinten.
    Wie kommst du da raus?
    Mit Kraftanstrengung hast du kaum eine Chance.
    Der Trick ist –
    Entspann dich total, sink in dich zusammen, werd wie ein Schluck Wasser –
    und dann flutsch einfach nach unten hin raus.
    Wenn der andere nicht auch Aikido macht 😉 ist das das, was er auf keinen Fall erwartet.

    Was ich vielleicht noch aus dem „körperlichen“ Aikido hinzufügen würde:
    Da heißt es am Anfang immer „Such dir einen festen Stand“.
    Ich denke, das ist auch hier nicht verkehrt.
    Sich in eine feste, klare Position setzen, denn es geht ja um einen Konflikt, man muss davon ausgehen, der andere will dir was…
    Hier würde ich vielleicht sagen:
    Werd dir deiner Selbst bewusst. Wisse, wer du bist, was du kannst, was du willst. Sammel dich.
    oder so 😉

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  6. ilanah777
    Jul 24, 2015 @ 16:53:08

    Zusammensacken lassen….ja, hört sich total logisch an.

    Einen festen Stand suchen, eine feste Position halten, ja, da ist was dran.
    Bleib in deiner Mitte, dann bist du weniger angreifbar, oder?

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    • ananda75
      Jul 24, 2015 @ 17:12:08

      Mir kommt immer das englische Wort settle in den Kopf. In Leo find ich auch keine wirklich passende Übersetzung, ich kenn es jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch. Gesettled sein – so wie In sich ruhend, Innerer Halt…

      Das körperliche feste stehen gibt’s in all diesen asiatischen Dingern – Yoga, Qi Gong – und wenn man das übt, spürt man auch, wie sich das Innere festigt.

      Und das andere ist halt auch – nicht dagegen gehen.
      In der Praxis ist es so, als fühlst du dich nicht angegriffen, sondern umarmt, du fühlst dich wohl, das spürt der andere und das ist genau der Moment, wo du ihm entwischst. wenn sich beide gerade so richtig schön eingerichtet haben in der Situation 😉

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  7. ilanah777
    Jul 24, 2015 @ 17:21:21

    Ja, das trifft es auch.
    Im Yoga und im QiGong tut man sich nichts Gutes, wenn man keinen guten Stand hat, nicht gesettled ist, denn dann stimmt die Atmung nicht mehr.

    Also gerade wenn es richtig gemütlich wird…..dann entwischt man 😉

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  8. Wortman
    Jul 24, 2015 @ 19:05:52

    Das klingt recht interessant. Das muss ich mir mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.

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  9. ilanah777
    Jul 24, 2015 @ 19:17:07

    Ich finde es klasse und als langfristigen Weg bestimmt richtig. Es gibt genug Gewalt auf der Welt, denke ich.
    Aber ich denke, es schwer anzuwenden, gerade wenn man gefühlsmässig stark involviert ist.

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  10. JanJan
    Jul 25, 2015 @ 00:19:15

    Ein sehr schöner Beitrag und sicher auch vieles umsetzbar, wenn man im entscheidenden Moment die Ruhe bewahrt und sich daran erinnert!

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  11. JanJan
    Jul 25, 2015 @ 00:21:51

    Hat dies auf blickpunktonline rebloggt und kommentierte:
    Ich möchte euch diesen Beitrag von Ilanah nicht vorenthalten, weil ich ihn einfach sehr interessant und nachdenkenswert finde. 😉

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  12. Wortman
    Jul 25, 2015 @ 07:52:38

    Hat dies auf Wortman rebloggt und kommentierte:
    Diese Grundideen sind sehr interessant. Wenn auch nicht unbedingt einfach umzusetzen aber wer will schon kinderleichte Versuche. Es ist auf alle Fälle wert, sich darüber mal Gedanken zu machen.

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  13. Hilfe für Miranda
    Jul 25, 2015 @ 08:22:47

    Seitdem ich Reiki mache, gehe ich ähnlich mit Problemen und Konflikten um. Ich wusste gar nicht, dass es dafür eine Anleitung gibt. 😉 Man kann durch Achtsamkeit wirklich dort hin kommen. Immer klappt es nicht, es gibt immer noch Menschen die mich wütend machen. Mein Trick dabei ist, ich regiere nicht sofort. Ich denke erst über das Problem nach und handle dann klar und ohne heftige Emotionen. So kann man viele Konflikte lösen.
    LG Susanne

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    • ilanah777
      Jul 25, 2015 @ 12:07:00

      Oh liebe Susanne, da können wir uns die Hand reichen, ich bin auch Reikianerin. Es stimmt, dass man dadurch schon anders mit Konflikten umgeht.
      Nein, immer klappt es nicht, eben dann nicht, wenn ganz starke Emotionen mit im Spiel sind. Wenn es geht, dann „schlafe ich erstmal darüber“, ein bißchen zeitlicher Abstand ist nicht verkehrt.
      Ich wünsch dir ein schönes Wochenende. Genieße die Abkühlung
      LG
      Ilanah

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  14. ilanah777
    Jul 25, 2015 @ 12:11:12

    Aber sicher doch.
    Ich finde es schön, wenn wir dazu beitragen können, die Welt ein kleines bißchen friedlicher zu machen 🙂

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  15. minibares
    Jul 25, 2015 @ 14:02:38

    Oh, solche Konflikte kann ich nicht mehr aushalten. Da fange ich sofort an zu heulen. Ist leider Teil meiner blöden Krankheit.

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  16. ilanah777
    Jul 25, 2015 @ 14:12:30

    Das kann ich gut nachempfinden, liebe Bärbel.
    Mir geht es ähnlich, manchmal kann ich die Tränen unterdrücken, manchmal leider nicht.

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  17. Lutz
    Jul 26, 2015 @ 11:22:41

    Das kannst du im privaten Bereich als auch im beruflichen Alltag anwenden. Ich habe mal an einem Seminar teilgenommen, da ging es um Konflikt
    Bewältigung und Vermeidung. Auch diese Methode wurde da besprochen. Sie hilft ungemein. Dir noch einen schönen Sonntag. L.G.

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    • ilanah777
      Jul 26, 2015 @ 14:58:51

      Das kann ich mir gut vorstellen, es zieht die Emotionen aus der Situation raus.
      Wielange hast du denn gebraucht, um es anzuwenden?
      Manchmal kann ich es gut, und manchmal geht es gar nicht, nämlich dann, wenn ich total sauer bin.
      Ich wünsch dir auch einen schönen Sonntag
      LG
      Ilanah

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  18. buchstabenwiese
    Aug 01, 2015 @ 12:05:57

    Ich finde das ziemlich gut, liebe Ilanah.
    Wenn man das schafft, kann einen nichts mehr so leicht aus dem Gleichgewicht bringen.
    Ich fürchte, da muss ich noch sehr an mir arbeiten. 😉 Aber nichts ist unmöglich. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

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    • ilanah777
      Aug 01, 2015 @ 12:09:11

      Mir geht es ähnlich, liebe Martina.
      Aber ich finde, dass schon das Bewußtsein darüber, dass es ein guter Weg ist, mehr als manch anderer tut.
      In diesem Fall ist es wie so oft, der Weg ist das Ziel.
      Man begibt sich sozusagen in einen Prozess des Lernens.

      Schade, dass es keinen Schalter gibt, den man einfach nur umlegen muss 😉
      alles Liebe
      Ilanah

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