Eine Wunderwaffe aus der Küche,…

ist der Kurkuma. Er ist aus den alternativen Heilverfahren nicht mehr wegzudenken.

Lang, aber informativ ist diese Abhandlung darüber, was Kurkuma alles kann.
Meine liebe Blogfreundin Mrsshabandar hat uns noch auf die „Goldene Paste“ aufmerksam gemacht, hier das Rezept:
Rezept – GOLDENE PASTE

125 ml Kurkuma Pulver
250 – 500 ml Wasser ( je nach Bedarf, um die Konsistenz hinzukriegen)
1 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
70 ml kalt gepresstes Oliven- oder Kokosnussöl
Man kann auch noch, nach dem Kochen, 125 ml Hagebuttenpulver hinzufügen, das macht die Paste noch wirksamer und ist gut für Arthrose und Arthritis.

Gib das Kurkuma und 250 ml Wasser in einen Topf. Erhitze es unter Rühren über kleiner Flamme bis Du eine dicke Paste mit Puddingkonsistenz hast. Füge noch etwas Wasser hinzu, falls es nicht reicht. Dafür brauchst Du ca. 7 – 10 Minuten. Wie sehr es eindickt hängt vom Kurkuma ab und ist unterschiedlich.

Falls Deine Mischung zu wässrig ist, dann füge einfach noch etwas Kurkuma hinzu und koche es ein bisschen länger. Es muss auch nicht “perfekt” aussehen. Solange das Kurkuma gekocht wurde und Pfeffer und Öl hinzugefügt wurden, funktioniert es.

Am Ende des Kochprozesses fügst Du den Pfeffer und das Öl zu. Rühr alles nochmal gründlich durch, damit es sich gut vermischt. Abkühlen lassen. Gieß es in ein sauberes Einmachglas und hebe es im Kühlschrank auf.

Die Paste ist im Kühlschrank bis zu vier Wochen haltbar. Es wird empfohlen, es innerhalb zwei Wochen aufzubrauchen.

Gib die Paste in Milch (Goldene Milch nennen die das), Smoothies, Joghurt, zu Deinem Abendessen oder dem Futter deiner Hunde. Fange mit einer Messerspitze an und erhöhe es auf einen Teelöffel pro Tag.

Die ml Angaben sind richtig. Gebe das Pulver in einen Messbecher mit ml Anzeige oder in eine Schüssel und wiege es in ml aus.
kurku.
Was ist Kurkuma

Kurkuma ist hellgelb und gibt dem Curry seine charakteristische Farbe. Traditionell ist es auch als indischer Safran bekannt. Kurkuma gilt als bedeutende Arznei in der chinesischen und indischen Medizin.
Kurkuma-Öl hat eine deutlich entzündungshemmende Wirkung. Kurkumin ist allerdings noch wirksamer als das Öl und wird als primärer pharmakologischer Wirkstoff eingesetzt.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Kurkumin genauso wirksam gegen Entzündungen im Körper vorgeht wie so manch einschlägiges Medikament wie z. B. Hydrokortison, Phenylbutazon (Mittel gegen rheumatische Schmerzen, das jedoch so starke Nebenwirkungen hat, dass es nur noch selten verordnet wird), Aspirin® und Ibuprofen® – allerdings ohne deren schädliche Nebenwirkungen.

Kurkumin wirkt deshalb in ähnlicher Weise wie die genannten Medikamente, weil es unter anderem stark entzündungshemmende Eigenschaften aufweist.
Kurkuma gegen Entzündungen

Freie Radikale können zu Gelenkentzündungen führen. Da Kurkuma eine starke antioxidative Wirkung zeigt, wird es gerne und vor allen Dingen erfolgreich bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis eingesetzt.
Kurkuma gegen Schlaganfall und Herzinfarkt

Das antioxidative Kurkuma verhindert auch die Oxidation von Cholesterin. Und Cholesterin wird erst so richtig gefährlich, wenn es oxidiert wird, da es erst dann die Blutgefässe schädigt und nun die Entstehung einer Arteriosklerose fördert.

Jetzt steigt die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Kurkuma enthält ausserdem das Vitamin B6. Dieses Vitamin sorgt gemeinsam mit dem Vitamin B12 und der Folsäure dafür, dass der Homocysteinspiegel nicht zu hoch ansteigt.

Hohe Homocysteinspiegel können zu Schädigungen an den Gefässwänden führen und werden als bedeutende Risikofaktoren bei arteriosklerotischen Ablagerungen und Herzkrankheiten angesehen.
Kurkuma gegen Alzheimer

Kurkumin kann ausserdem die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass Kurkumin daher möglicherweise vor neurodegenerativen Erkrankungen schützen kann.

Alzheimer beispielsweise soll dadurch entstehen, dass sich ein fragmentiertes Protein in den Gehirnzellen ansammelt und oxidativen Stress und Entzündungen hervorruft.

Dabei bilden sich Ablagerungen (Plaques) zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Die Gehirnfunktionen werden infolgedessen beeinträchtigt. Kurkumin kann nun wiederum aufgrund seiner antioxidativen Fähigkeiten diese Oxidation und Entzündung verhindern oder zumindest verlangsamen.

Eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung ist jedoch nicht nur in der Alzheimer-Prophylaxe, bei Gelenkproblemen, Entzündungen und Herz-Kreislauf-Problemen sinnvoll. Auch das Krebsrisiko lässt sich mit diesen Eigenschaften eindämmen – wie epidemiologische Studien zeigen.
Kurkuma hemmt die Tumorbildung

Kurkuma soll einerseits die Tumorbildung verhindern können, also krebsvorbeugend wirken. Andererseits weist eine neue Studie darauf hin, dass Kurkuma auch bei bereits vorhandenem Krebs, nämlich bei Brustkrebs die Metastasenbildung verhindern kann, so dass sich der Krebs nicht in die Lunge ausbreitet.

Kurkuma wirkt dabei als Schalter spezieller Transkriptionsfaktoren. Diese Transkriptionsfaktoren regulieren alle Gene, die für eine Tumorbildung benötigt werden. Kurkuma schaltet die betreffenden Transkriptionsfaktoren einfach aus, und das Wachstum sowie die Ausbreitung der Krebszellen werden gestoppt.

Kurkumin wirkt noch über einen anderen Mechanismus krebsfeindlich bzw. zellschützend. Es festigt nämlich laut amerikanischen Wissenschaftlern die Membranen der Körperzellen und erhöht damit deren Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern.

Die Kurkuminmoleküle werden dabei in die Lipiddoppelschicht der Zellmembranen eingebaut und stabilisieren diese somit. Allerdings werden nur die gesunden Zellen gestärkt und stabilisiert.

Die Membran von Krebszellen wurde in den entsprechenden Untersuchungen durch die Einlagerung des Kurkumins interessanterweise durchlässiger und verlor an Stabilität.

Eine weitere lebensgefährliche Krankheit, die von Kurkuma positiv beeinflusst werden kann, ist die Lungenfibrose.
Kurkuma bei Lungenfibrose

Forscher berichten im Journal of Experimental Medicine and Biology im Jahr 2007, dass existierende Medikamente in der Behandlung von akuten und chronischen Lungenerkrankungen nicht effektiv seien.

Diese Erkrankungen werden durch berufliche und umweltbedingte Belastungen, wie mineralischem Staub, Luftverschmutzung, Zigarettenrauch, Chemotherapie oder Strahlentherapie verursacht.
kurkum.
In mehreren Studien wurde Kurkumin bei Lungenfibrose getestet. Es stellte sich heraus, dass Kurkumin (bei Tieren) jene Lungenverletzungen und Lungenfibrosen mildert, die durch Bestrahlung, Chemotherapeutika und Giftstoffe verursacht wurden.
Kurkuma bei Atemwegserkrankungen

Verschiedene Studien lassen ferner den Schluss zu, dass Kurkumin generell eine Schutzfunktion bei vielen weiteren Atemwegserkrankungen aufweist, etwa bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), beim akuten Atemnotsyndrom (ARDS), der akut-inflammatorischen Lungenerkrankung (ALI) und beim allergischen Asthma.

Der Wirkmechanismus ist vermutlich wieder mit dem stark entzündungshemmenden und antioxidativen Potential des Kurkumins erklärbar.

Im Allgemeinen werden Kortikosteroide zur Therapie bei den genannten chronischen Atemwegserkrankungen, wie Asthma und COPD, eingesetzt.

Anfang 2008 wurde nun im Molecular Nutritional and Food Research berichtet, dass sich diese Kortikosteroide als nicht effektiv erwiesen haben, da sie die oxidativen Auswirkungen dieser Krankheiten nicht reduzieren.

Im Kurkumin jedoch sind natürlich vorkommende Polyphenole enthalten, die freie Radikale, wie das Superoxid-Anion oder überschüssiges Stickstoffmonoxid abfangen und wichtige entzündliche Signalwege so verändern, dass die massiven Entzündungen in den Atemwegen abgeschwächt werden.

Antioxidantien – und so auch das Kurkumin – wirken nun natürlich nicht nur in den Atemwegen, sondern auch im Darm und können dort sogar Darmentzündungen lindern.
Kurkuma gegen Darmerkrankungen

Ebenfalls im Molecular Nutritional and Food Research wurde eine Studie vorgestellt, der zufolge Darmentzündungen komplett verhindert werden konnten, wenn die Probanden (Mäuse) fünf Tage vor Auftauchen eines darmschädigenden Faktores Kurkumin zu sich genommen hatten.

Die beteiligten Forscher bestätigten, dass Kurkumin diese schützende Wirkung aufgrund seiner antioxidativen Wirkung ausübt. Zudem sei Kurkumin in der Lage, die Aktivierung von NFkappaB, einem zellulären Regulatormolekül, zu unterdrücken. Aktives NFkappaB gilt als kritisch für die Entstehung von Entzündungen.

Kurkuma ist überdies eine Heilpflanze, die sich besonders positiv auf die Lebergesundheit auswirkt. Sie schützt die Leber, fördert deren Regeneration und unterstützt den Heilprozess bei Krankheiten.
Kurkuma gegen Lebererkrankungen

In einem Experiment entfernte man Ratten 70 % der Leber. Vierundzwanzig Stunden nach der Operation wurden Blut- und Gewebeproben entnommen, um Leberregenerationsmarker, Leberfunktion und die Schädigung der Leberzellen zu ermitteln.

Die Ratten wurden nun entweder nur mit Erythropoetin (ein Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen anregt) bzw. mit einer Kombination von Erythropoetin und Kurkumin behandelt.

Erythropoetin allein hat die Leberregeneration nicht verbessert, aber eine Kombination von beidem resultierte in einer deutlich erhöhten Leberregeneration, begleitet von einem reduzierten oxidativen Stress.

Kurkuma fördert die Lebergesundheit jedoch noch auf andere Weise. Kurkuma hilft nämlich bei der Ausleitung von Quecksilber und entfernt damit ein Gift, das nicht nur die Leber, sondern den gesamten Organismus massiv belasten und beeinträchtigen kann.
Kurkuma entgiftet Quecksilber

Eine Studie aus dem Jahr 2010 zeigte, dass Kurkuma während der Ausleitung von Quecksilber eingenommen werden kann, um die Entgiftung zu unterstützen.

Natürlich reduziert Kurkumin dabei einerseits den oxidativen Stress, den das Quecksilber im Körper verursachen kann.

Andererseits aber – so die im Journal of Applied Toxicology veröffentlichten Studienergebnisse – führte die Gabe von Kurkumin zu einer verringerten Quecksilberkonzentration im Gewebe und zusätzlich zu verbesserten Leber- und Nierenwerten.
Verwendung von Kurkuma

Kurkuma ist als gemahlenes Gewürz fast überall erhältlich. Um sicher zu gehen, dass das Kurkuma nicht bestrahlt wurde, sollten Sie Kurkuma ausschliesslich in biologischer Qualität verwenden.

Zwar enthält Curry auch einen Anteil an Kurkuma. Doch enthält reines Kurkuma natürlich mehr Kurkumin als Curry. Verwenden Sie daher besser reines Kurkuma. Oder geben Sie in mit Curry gewürzte Speisen noch zusätzlich etwas reines Kurkuma dazu.

In Reis-, Kartoffel- und Gemüsegerichte passt Kurkuma besonders gut.

Kurkuma kann auch in heisses Wasser gerührt als Kurkuma-Tee getrunken oder als Ergänzung zur Budwig-Diät in die morgendliche Quark-Leinöl-Kombination gegeben werden (1 TL).

Kurkumin ist bereits in kleinen Dosen wirksam, wie man sie normalerweise zum Essen gibt. Aber auch in sehr hohen Dosen zeigen sich nach der Kurkuma-Einnahme keine Nebenwirkungen.

Die Bioverfügbarkeit und damit die Wirkung von Kurkumin kann um ein Vielfaches verstärkt werden, wenn es gemeinsam mit Piperin, einem Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer eingenommen wird.

Kurkumin gibt es – kombiniert mit Piperin – auch in Kapseln, was die Einnahme nicht nur vereinfacht, sondern auch dabei hilft, täglich ausreichende Kurkumin-Mengen in derselben Dosis aufzunehmen.
Quelle

4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. minibares
    Aug 19, 2015 @ 19:18:54

    Wir kochen seit November immer mit Kurkuma, schwarzem Pfeffer und Kokosöl oder Olivenöl.
    Überwiegend bei der Mischung ist immer Kurkuma.
    Appetitliche Grüße
    Bärbel

    Gefällt mir

    Antwort

  2. Ilanah
    Aug 20, 2015 @ 00:49:25

    Das hört sich gut an, liebe Bärbel. Auch ich bin vor einiger Zeit auf Kokosöl umgestiegen und habe es bisher nicht bereut, obwohl es sehr teuer ist.
    Kurkuma habe ich mir auch schon länger angewöhnt, weil es meinen Blutzucker stabilisiert.
    Man ist nie zu alt um umzudenken, nicht wahr
    liebe Grüsse in die Nacht
    Ilanah

    Gefällt mir

    Antwort

  3. LutzLutz
    Aug 24, 2015 @ 21:06:57

    Ich wußte bis gerade was Kurkuma ist. Sterne Koch werde ich auch nicht mehr. Danke fürs Rezept. Dir noch einen schönen Abend. L.G.

    Gefällt mir

    Antwort

Was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Der kleine Herr Felix

Erlebnisse eines Katers

reisswolfblog

"Bücher bieten keine wirkliche Rettung, aber sie können den Geist davon abhalten, sich wund zu kratzen." - David Mitchell

Mad4cooK Blog

Kochen, Garten und mehr

Auf und davon - Mein Reiseblog

Gehe nicht wohin der Weg führt, sondern dorthin, wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur. (Jean Paul)

miasraum

Das Leben und das Sein

Rosen kocht!

Leckeres mit Arno von Rosen

Arno von Rosen

Buch Autor

Trinas Welt

Wechseljahre - in der Mitte des Lebens

impressions of life

Ein Blog über das ungeschminkte Leben, das geliebte Familienglück und Lifestyle

romanticker-carolinecaspar-autorenblog.com

Vorstellung meiner Bücher - Blog: Romanti(c)ker

jostart

Jeder Trage Des Anderen Last

Feines-und-Kleines

Nähen, häkeln, stricken, kochen, backen - wir zeigen, wie es geht

the buddy and the bear

Reports, pics of polar bears and more

~ANDERSmensch~

kreativ • inspirativ • provokativ • non-konform

Der Feind in mir.

Ein Protokoll.

ORANGEBLAU

Von Plateau zu Plateau - Werkstatt

%d Bloggern gefällt das: