Wie gut, dass es Menschen gibt…

….wie Konstantin Wecker, der nicht müde wird, gegen Mißstände anzugehen.

Ich kann mich seinen nachfolgenden Worten nur voll und ganz anschließen.

 

Hier schrieb er gestern:

die meisten von uns haben ein geheiztes Zimmer, eine Bettstatt, eine warme Decke und zu essen und zu trinken.
Wie kann man in diesen kalten Tagen nicht daran denken, wie es den hunderttausenden von heimatlosen Menschen an unseren Aussengrenzen jetzt wohl ergehen mag, die durchnässt und zitternd vor Angst auf ein wenig Zuneigung und christliche Nächstenliebe hoffen?
Wie kann man das abfackeln, was ihnen etwas Schutz bieten könnten?
In Hannover tagen gerade die Brandstifter von der AfD: Der Staat müsse das „Asylrecht beschränken“, die „nationale Identität“ schützen, heisst es da in einem Beschluss, und „wehrhaft und kraftvoll dem Entstehen von Parallelgesellschaften entgegentreten.“ Gefährliches, völkisches Gebrabbel von Menschen, die sich vermutlich Christen nennen und an Weihnachten von sich selbst entzückt fromme Lieder singen.


Liebe Freunde, wir müssen uns vorsehen und zusammenstehen, denn sonst wird man eines Tages, des bin ich mir sicher, mit Entsetzen auf eine barbarische Zeit zurückblicken. Eine Zeit, in der ein sogenanntes zivilisiertes und vermögendes Europa Millionen Hungernden und Frierenden, Gestrandeten, Geflüchteten, Gejagten und Versehrten, Verfolgten und Missbrauchten – darunter unzählige Kinder – die Tore verschlossen hat, sie in Käfige sperrte, hinter Stacheldraht verbarrikadierte, anstatt sie zu wärmen, zu betten und sie mit Geschenken und offenen Armen zu empfangen.

Man wird berichten, dass es auch viele BürgerInnen gab, die sich helfend und mit viel Mitgefühl der Unmenschlichkeit widersetzen wollten, aber dass der Markt und seine ihm hörige Politik nichts anderes im Sinn hatte, als Gewalt mit Gewalt zu beantworten, neuen Terror zu züchten und sich am Elend der Ärmsten zu bereichern. Und man wird mit Schaudern erkennen, dass alle kulturellen Werte und Errungenschaften dieses Europa aus nackter Gier in den Wind geschossen wurden.


„Als zum ersten mal das Wort »Friede« ausgesprochen wurde, entstand auf der Börse eine Panik. Sie schrien auf im Schmerz: „Wir haben verdient! Laßt uns den Krieg! Wir haben den Krieg verdient!“
(Karl Kraus)

11 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. minibares
    Nov 29, 2015 @ 14:53:25

    Das ist alles so negativ.
    Gefällt mir nicht.
    Wenn ich lese, wie viele private Leute helfen.
    Immerhin kann ich hier kommentieren.
    Bei den anderen Artikeln öffnet sich das Kommentarfenster nicht .
    deine Bärbel

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    • Ilanah
      Nov 30, 2015 @ 10:54:22

      Das ist gar nicht so negativ. Konstantin Wecker prangert immer nur die Mächtigen und die Regierenden an und das völlig zurecht.
      Was hier im Moment in unserem Land abgeht, das ist einfach nur schlimm.
      Und die Regierung hüllt sich in Schweigen.
      Leider haben die Leute wie Polizisten und Sozialarbeiter etc., die in Erstaufnahmeeinrichtungen arbeiten, ein Redeverbot, die Bevölkerung würde Sturm laufen, wenn alles an Licht käme.
      Ich habe gestern mit einer Freundin telefoniert, die einige Wochen als Sozialarbeiterin in einer Erstaufnahmeeinrichtung gearbeitet hat, was sie mir erzählt hat, das machte mir
      Gänsehaut.
      Merkel scheint es quasi auf einen Bürgerkrieg anzulegen. 😦

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  2. blaupause
    Nov 29, 2015 @ 15:45:42

    Karl Kraus und Konstantin Wecker zum 1. Avent – Srimmen, die wir brauchen, um Fühligkeit und Gefühle voneinander zu trennen.

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  3. kowkla123
    Nov 29, 2015 @ 17:38:09

    es gibt Menschen, die meinen, nur Kriege schenken den „Auserwählten“ ein schönes Leben, wünsche einen schönen ersten Advent

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  4. kowkla123
    Nov 30, 2015 @ 14:28:06

    wünsche eine gute Woche

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  5. Ilanah
    Nov 30, 2015 @ 14:34:30

    Danke, lieber Klaus, das wünsche ich dir auch.

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  6. Sabienes
    Nov 30, 2015 @ 22:11:39

    Eigentlich mag ich den Wecker nach seinen Kokain-Ekzessen nicht mehr so gerne, weil er mich damals echt enttäuscht hat. Aber er hat immer noch gute Ansichten und genügend Mut, sie auszusprechen.
    LG Sabienes

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    • Ilanah
      Dez 01, 2015 @ 12:09:55

      Ging mir ähnlich, ich habe früher jedes Konzert von ihm im Umkreis von 200km besucht, aber durch die Drogen hat er sich sehr verändert, habe ich ihm auch gesagt und geschrieben.

      Mir gefällt, dass er sich nicht beugt, dass er nicht resigniert, dass er immer wieder seine Stimme erhebt gegen Mißstände.

      Gefällt mir

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