Ich flirte mit Rambo,Grolim und Gijnlim

….nein ich bin nicht unter die Polygamisten gegangen 😉

Zum Glück gibt es auch noch angenehmere Sachen mit denen man sich beschäftigen kann, gerade wenn man sich über unsere Kanzlerin geärgert hat.

Zum Beispiel der Spargel….

Wissen, das die Welt nicht braucht, aber dennoch für Ablenkung sorgt:

Vieles wissen wir über den Spargel, dieses edle Stangengemüse, das derzeit in aller Munde ist: dass es kalorienarm ist, jedenfalls, wenn man die mächtigen Saucen oder die Butter, die dazu gereicht werden, außen vor lässt. Dass der spezielle Uringeruch nach dem Genuss nichts mit Giftstoffen zu tun hat. Und dass die Ernte, wie jedes Jahr, am 24. Juni endet. Aber wissen Sie auch, warum? Und wie die dazu passende Bauernregel heißt? Oder dass Spargel eine Giftpflanze ist? stern.de hat für Sie die interessantesten Spargel-Fakten zusammengetragen, von denen Sie manche bestimmt noch nicht kannten.

1. Was Kirschen mit Spargel zu tun haben

Die Spargelsaison ist bekanntermaßen kurz: Am 24. Juni ist Ernteschluss, danach müssen sich Spargelfans wieder fast ein Jahr gedulden. So lange braucht die Pflanze, um sich zu erholen. Denn der Spargel wird nicht jedes Jahr neu gepflanzt, sondern trägt im besten Fall mehrere Jahre lang Früchte. Eine fränkische Bauernregel zum Ende der Saison bringt es so auf den Punkt: „Kirschen rot, Spargel tot.“

2. Spargelstechen: Nicht nur Hand-, sondern auch Fußarbeit

Dass das Spargelstechen kein Zuckerschlecken, sondern schwere körperliche Arbeit ist, dürfte bekannt sein. Aber wie so oft macht man sich nicht klar, was das konkret bedeutet: Jede einzelne Stange muss per Hand aus dem Boden geholt werden. Noch einmal: Jede einzelne! Pro Hektar Fläche legen die Helfer daher mindestens fünf Kilometer zu Fuß zurück, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Wenn die Spargelstecher das Auf- und Abdecken der Folien, unter denen ein Großteil der Stangen liegen, selbst erledigen müssen, also ohne Maschinen, kann sich dieser Weg auf das Dreifache verlängern. Denn sie decken die Folie erst ab, ernten den Spargel und legen die Folie wieder auf. Daher bitte achtsam einkaufen, nichts verschwenden.

3. Rambo und Spargeltarzan

Gut, man fragt sich so manches Mal, wie bestimmte Namen zustande kommen. Warum zum Beispiel Kartoffeln, die deutlich weniger elegant aussehen als Spargel, häufig liebliche Namen haben: Belinda, Sieglinde, Linda, Annabelle, auch Ackersegen oder Frühgold. Während Spargelsorten durchaus robust klingen können: Grolim, Gijnlim – als wären das Figuren aus „Herr der Ringe“ – und, ja, Rambo. Rambo! Dabei steht Spargel doch eher für lange, schmale Männer und Jungen, von eher blassem und wenig offensivem Naturell. Spargeltarzane eben. Bei „Rambo“ handelt es sich immerhin um eine robuste Pflanze mit sehr dicken Stangen und kräftigem Geschmack.

4. Spargel im Tier

Apropos Namen: Einige Tiere, winzige Kreaturen, sind nach dem Spargel benannt, tragen ihn sogar im Namen: zum Beispiel der Zwölfpunkt-Spargelkäfer, der Großgefleckte Spargelkäfer, der Fünfpunktige Spargelkäfer. Oder das Spargelhähnchen, was nach einem leckeren Rezept klingt, in Wahrheit aber auch ein Käfer ist. Und die Spargelfliege, kein Käfer dieses Mal, sondern tatsächlich eine Fliege. Die Namen sind etwas irreführend, denn bei all diesen Wesen handelt es sich um Schädlinge, die die jungen Triebe des Spargels angreifen oder die ganze Pflanze schädigen.

spa

5. Spargeltöne als Frische-Indiz

Frische ist bei Spargel das entscheidende Qualitätsmerkmal. Am besten sollte er frisch gestochen in den Topf kommen, aber das ist den wenigsten vergönnt. Ein paar Hinweise helfen bei der Beurteilung des Angebots im Supermarkt oder auf dem Markt: Die Schnittfläche muss glatt und feucht sein. Außerdem quietschen die Stangen, wenn man sie aneinander reibt, und sie brechen leicht.

6. Eiszeit für den Spargel

Die Spargelzeit ist kurz – viel zu kurz für manche. Zum Glück lässt er sich gut einfrieren. Zum Ende der Saison hin wird das Gemüse oft günstiger angeboten. Dann kann man zugreifen und ihn einfrieren, um die Saison etwas zu verlängern. Wichtig dabei: Die Stangen sollten gefroren in den Kochtopf kommen und nicht vorher auftauen. Also vorher unbedingt schälen, aber nicht kochen oder blanchieren, wie es noch oft empfohlen wird. Dabei gehen Aromen und Vitamine verloren. Außerdem bilden sich bei gegartem Spargel Eiskristalle, die Stangen werden dann weich und matschig. Tiefgefrorener Spargel hält sich etwa ein halbes Jahr.

7. Auch roh genießbar

Die meisten Menschen kochen den Spargel, vor allem den weißen. Doch man kann ihn auch braten, im Ofen garen – oder eben roh genießen, etwa mariniert im Salat. Er schmeckt dann aber ganz anders. Der typische Geschmack des Spargels entfaltet sich erst beim Kochen. Den weißen Spargel bitte trotzdem sorgfältig schälen.

8. Der oder die, aber niemals das Spargel

Auch wenn es seltsam klingt: Tatsächlich werden im deutschsprachigen Raum verschiedene Artikel für Spargel verwendet: In Deutschland und Österreich sagt man in der Regel der Spargel. In der Schweiz und auch in Süddeutschland wird mitunter die weibliche Form gebraucht: die Spargel, im Singular. Im Plural heißt es bei der männlichen Form dann die Spargel, bei der weiblichen die Spargeln. Das Spargel wird hingegen nicht verwendet.

9. „Einen Spargel quer essen“

Nicht jedes Gemüse kann von sich behaupten, eine eigene Redewendung zu haben. Spargel schon: „Einen Spargel quer essen“ ist umgangssprachlich und steht für „einen sehr breiten Mund haben“.

10. Vorsicht – giftig!

Hätten Sie es gewusst? Spargel ist eine Giftpflanze! Nicht die Stangen selbst, sondern die roten Beeren des Spargellaubes, und auch die werden von offizieller Stelle als allenfalls gering giftig eingestuft, die Erbrechen und Bauchschmerzen auslösen können. Dafür reicht es schon, fünf bis sieben dieser Beeren zu essen.

Wer mehrere dieser Beeren gegessen hat, Kinder etwa, sollte viel Flüssigkeit wie Wasser oder Tee zu sich nehmen, rät die Informationszentrale für Vergiftungen am Zentrum für Kinderheilkunde des Bonner Uniklinikums. Ab sieben Beeren kann man eventuell Kohle verabreichen.

11. Spargel-Allergie

Die Spargel-Allergie, auch „Spargelkrätze“ genannt, kommt zum Glück selten vor, aber sie kommt vor. Bei entsprechend empfindlichen Menschen können die rohen Stangen eine allergische Reaktionen auslösen, etwa wenn sie den Spargel schälen oder mit dem Spargelsaft in Berührung kommen. Dann können Reizungen der Haut oder der Augen und allergischer Schnupfen auftreten. Selbst Asthmaanfälle sind in Einzelfällen beschrieben worden.

12. Angst vor Spargel

Es gibt die seltsamsten Ängste, von denen die meisten Menschen nicht einmal ahnen, dass es sie gibt, die für die Betroffenen aber mehr oder weniger quälend sind, je nachdem, in welchem Maße sie damit konfrontiert werden: die Angst vor der Zahl 13 etwa, die Angst vor langen Wörtern, die Angst, von Enten beobachtet zu werden. Tatsächlich gibt es auch die Angst vor Spargel, Spargarophobie genannt, und offenbar ist sie nicht so selten, wie vielleicht vermutet: In Fachbüchern taucht sie in einer Liste häufiger Phobie auf.

Quelle:stern.de

8 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. karengraceholmsgaard
    Apr 16, 2016 @ 13:05:07

    Hallo liebe Lilly! 🙂
    Heute haben wir vor einem Supermarkt bei uns in der Nähe den ersten Spargel gekauft.
    Er kommt aus dem nördlichen Berliner Umland, ist also regional.

    http://spargelhof-kremmen.de/de/unser-spargelhof-in-kremmen/

    Und mit knapp fünf Euro das Kilo ist er auch noch bezahlbar gewesen, finde ich zumindest.
    Habe einen schönen Samstag.
    Gruß Karen

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  2. gageier
    Apr 16, 2016 @ 22:23:26

    Liebe Ilanah gute Nacht wünscht dir Klaus und einen sonnigen Sonntag mit vielen lieben Grüßen

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    Antwort

    • Ilanah
      Apr 19, 2016 @ 05:13:01

      Danke, lieber Klaus.
      Mich hat die Frühjahrsmüdigkeit gepackt, ich könnte ununterbrochen schlafen.

      Ich wünsch dir einen schönen Dienstag mit hoffentlich vielen Sonnenstrahlen.

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  3. freiedenkerin
    Apr 18, 2016 @ 21:51:36

    Ich liiiiiieeeeebe diese Genussstangerln, die weißen wie die grünen! 🙂

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