MAYA-ZEITbeGLEITER November 2016

 

Weißer Weltenüberbrücker-SymbolDie Schwingungsfrequenz CIMI, der WEISSE WELTENÜBERBRÜCKER unterstützt uns vom 10.-22.11. beim Loslassen. Kaum jemand, der keine Probleme damit beschreibt. Deswegen hurra!, hier gibt es eine kleine heilsame Nachhilfestunde: Ihr wisst, dass im Universum geniale Ordnung vorherrscht, unvorstellbar weise und perfekt. So könnte dies doch eigentlich von Euch akzeptiert werden. Denn dadurch tretet Ihr ohne Zweifel in die „Hingabe an das Leben“ ein. Das Resultat ist, oh Wunder, das Loslassen. Arbeitet also nicht verkrampft am Loslassen (rosa Elefant), das ist nur Zeitvergeudung. Gebt Euch viel besser Dingen hin, die sowieso schon lange existieren, wie z.B.: dass Ihr nie ein perfekter Handwerker sein werdet od. dass Menschen leider für immer weggehen od. die Beziehung schon vor Langem gestorben ist, dass Euch der Job krank macht egal wie Ihr es dreht und wendet, etc., etc. Wichtig dabei ist, dass Ihr Eure Anspannung etwas unbedingt aufrecht halten zu wollen aufgebt, ausatmet, die Schultern sinken lässt und Ihr Euch unabdingbarer Realität im Vertrauen hingebt. Das ist Loslassen! So kann wahre Heilung entstehen bzw. Besseres kommen.

Blauer Sturm-SymbolAchtung Leute! Vom 23.11.-5.12. schwingt die aktuelle Jahresqualität (26.7.16-24.7.17) CAUAC, der BLAUE STURM. Nun heißt es wachsam sein, denn er muss alles aufwirbeln, was wir nicht übersehen dürfen. Das ist seine Aufgabe, die er natürlich bravurös erledigt. Das bedeutet, wir erhalten in diesen 13 Tagen konzentriert Aufgaben, für die wir teilweise bis Ende Juli 2017 Zeit haben sie umzusetzen. Das bedeutet aber keineswegs, dass nicht schon sofort Vieles gestartet werden muss, Weichen gestellt, Entscheidungen getroffen, usw. Sind Eure Antennen sensibel getunt kann das sogar Spaß machen, weil es eine unglaubliche Beschleunigung in ein besseres Leben bzw. Heilung auf allen Ebenen bedeutet. Da werden wir doch nicht unserem Glück im Weg stehen, oder? Gerade jetzt, wo alles so wunderbar nix fix und alles möglich ist. Beste Tage für Groß-Entrümpelungen, Renovierung, Umzug, ein intensives Sportcamp, …! Yesss, Cauac´s Schuhgröße sind die Siebenmeilenstiefeln, ganz klar. Jedoch Vorsicht im Straßenverkehr, vor Aggression in Menschenansammlungen und allgemeiner Hektik!

In diesem Sinne wünsche ich Euch wie immer viel Spaß und Erfolg beim Zeitgleiten!
In Lak`ech, Eure KAMIRA


© 2016 – KAMIRA Eveline Berger – http://www.lichtkraft.com

Heute ist Samhain

Noch immer habe ich es nicht geschafft, dieses Fest für mich allein zu feiern.

samhain1

Als meine letzten beiden Freunde noch lebten, war es immer ein wunderschönes Beisammensein, jeder hat was zum Essen und trinken mitgebracht, meist ging es in den Wald, wo wir tanzten, lachten, schwiegen. Natürlich haben wir die uns Vorangegangenen eingeladen, sehr oft bekamen wir wertvolle Antworten von ihnen.

Jetzt ist es schon einige Jahre her, dass all meine Freunde vorangegangen sind, ich habe nach langer Zeit der Trauer mir vorgenommen, die Jahreskreisfeste allein zu feiern….aber ich schaffe es einfach nicht, zuviel ist für mich damit verbunden.

So warte ich, bis die Nachbarskinder ihre Süßigkeiten abgeholt haben und zünde dann einige Kerzen an, denke an meine Freunde und frage sie dies und jenes.

Meist endet das Ganze im Weinen. Und Antworten bekomme ich in der Regel auch. Aber die Leichtigkeit und der Frohsinn ist nicht da.

Ich wünsch euch einen ruhigen, besinnlichen, wilden, chaotischen All-hallows-eve, ganz wie es für euch richtig ist.

samhain

Samhain war das keltische Silvester

Für die Kelten ist das Jahr wie ein großer Tag mit Morgen, Mittag (=Sommersonnwende), Abend und Nacht (=Wintersonnwende).
Samhain ist der Beginn der sogenannten „Jahresnacht“.
Die Kelten hatten nur zwei Jahreshälften, das Sommer-Halbjahr = der Jahrestag, und das Winter-Halbjahr = die Jahresnacht.
Und Samahin war das Silvester der Kelten!
Es war die Nacht, die den Übergang vom alten ins neue Jahr symbolisierte. Und genau diese Nacht stellt wieder so einen freien Raum dar zwischen dem Alten und dem Neuen.
In solchen Zwischenräumen ist alles möglich. Die Wände zwischen den Welten werden besonders dünn oder lösen sich auch auf.
Diese Übergänge von einem Zwischenraum zum anderen gleichen einem Niemandsland, wo weder Ordnung noch Gesetz herrschen. Man könnte sie auch als „wirbelndes Chaos“ bezeichnen, in denen die Jenseitigen die Menschenwelt besuchen und andererseits die Menschen mit Hilfe von Rausch, Trance oder Ekstase leichter mit der sogenannten „Anderswelt“ verkehren können.

Ahnen-Kult

Der Kontakt zu den Ahnen, die Durchlässigkeit zur Totenwelt, ist ein Kernthema von Samhain.
Man glaubte, daß die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren.
Und da es sich aufgunddessen natürlich größtenteils um hochverehrte Ahnen handelte, standen die Lebenden dem Ereignis mit gemischten Gefühlen gegenüber: mit Achtung und mit Scheu.
Der Ahnenkult hatte einen ganz besonders hohen Stellenwert in allen alten Kulturen.
Die Verbindung zu den Ahnen, die hinter einem standen, war eine der größten Kraftquellen früherer Kulturen. Diese Kulturen erlebten sich nicht als getrennt von ihren verstorbenen Ahnen, sondern spürten ihre allgegenwärtige Präsenz im Leben. Sie baten sie um Rat und Beistand in allen wichtigen Angelegenheiten, sie verehrten sie und achteten sie.
Und die Kraft und Hilfe, die von den Ahnen kam und auch noch heute kommen könnte, war unglaublich.
Und gerade in dieser Nacht schenkte man ihnen besondere Aufmerksamkeit in Form von einer Mahlzeit zum Beispiel, die man für sie bereitstellte.

Quelle

 

Aus der Rubrik…in der Kindheit fängt es an

Kindheit von Bill Clinton – Er hätte niemals Präsident werden dürfen

Ich habe mich erneut – diesmal noch ausführlicher als in meinem Text „Bill Clinton: Kindheit und Kriegsführungspersönlichkeit; siehe ergänzend auch „Kindheit von Hillary Clinton (oder Kindheit der Clintons)“ – mit der Kindheit von Bill Clinton befasst. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Hillary Clinton vermutlich die nächste Präsidentin der USA werden wird und mit ihr Bill Clinton als Ehemann und sehr gewichtiger, wie auch einflussreicher Berater an ihrer Seite erneut ins Weiße Haus einziehen würde. Ich möchte gleich eines vorwegnehmen: Bill Clinton hätte meiner Meinung nach niemals Präsident der USA werden dürfen!
In einer Beschreibung meines Blogs und über meine Person habe ich unter „Positionierung“ folgendes (auch mit Bezug auf Politiker) geschrieben: „Ich bin trotz aller deutlichen Worte immer dafür, Menschen nach ihrem Verhalten zu beurteilen. Ich habe schon diverse absurde Vorschläge gelesen, z.B. von einem psychologischen Zwangstest für Politiker (wo man sich dann außerdem auch fragen muss, wie viel Macht einzelnen Gutachtern zukommt) …“ Diese und weitere Ausführungen unter meiner „Positionierung“ halte ich weiterhin grundsätzlich für richtig. Allerdings muss ich im Fall von Bill Clinton etwas ergänzen. Seine Kindheit war derart destruktiv, derart von massiver und häufiger Gewalt, Vernachlässigung, Lüge, Suchtverhalten, Manipulationen und Missbrauch bestimmt, dass ein verantwortlicher Mensch Bill Clinton im Wissen um seine Hintergründe und trotz seiner politischen Begabungen (und einem IQ von 137) andere Wege hätte einschlagen sollen, als das Ziel in Angriff zu nehmen, politisch ganz weit vorne mitzubestimmen. Seine Kindheitsgeschichte ist so heftig, dass dies alleine – ohne zuvor sein politisches Verhalten erlebt zu haben – ausgereicht hätte, Clinton von diesem Weg abzuraten. Mehr noch: Seine Kindheit hätte spätestens während seiner Nominierung Thema werden müssen, damit sich die Wählerschaft ein Bild hätte machen können. Gleichzeitig macht mir dies auch ein Stück weit Bauchschmerzen, weil Psychologisierungen im Vorfeld auch Ungerecht sein können und Raum für böse politische Spielchen geben. Aber, wie gesagt, seine Kindheit war nun mal nicht einfach „irgendwie destruktiv“ und „unglücklich“, sondern ein jahrelanger Alptraum. Das ist dann schon etwas, was gesondert betrachtet gehört, wenn ein Mensch sich anschickt, der mächtigste Mann der Welt zu werden.

Was mir als Erstes ins Auge fiel bei der Durchsicht seiner Autobiografie war die Widmung: „Für meine Mutter, die mir die Liebe zum Leben geschenkt hat.“ (Clinton 2004, S. 5) Danach folgen weitere Familienmitglieder. Dieser erste Satz ist ganz und gar erstaunlich, wenn man sich die Fakten vor Augen hält, die Clinton im Buch ausführt und die ergänzend durch andere Quellen belegt sind. Fangen wir von vorne an:
Bill war etwa ein Jahr alt, da verließ ihn seine Mutter und zog nach New Orleans. Sie wollte sich zur Anästhesieassistentin weiterbilden. (ebd., S. 15) Bill blieb bei den Großeltern (mütterlicherseits), bis er vier Jahre alt war. „Meine Großmutter und ich fuhren in dieser Zeit zweimal mit dem Zug nach New Orleans, um meine Mutter zu besuchen.“ (ebd., S. 16) Seinen biologischen Vater hat Bill Clinton nie kennengelernt, er starb kurz vor seiner Geburt. 1950 heiratete seine Mutter Roger Clinton mit dem Bill und seine Mutter zukünftig zusammenlebten und den Bill fortan „Daddy“ nannte.  (ebd.,  S. 30)

Bill Clinton fängt einen Absatz damit an zu beschreiben, dass sein Stiefvater Roger ihn und auch seine Mutter wirklich liebte. Die Selbstzweifel des Stiefvaters und seine Trinkerei wären das Problem. Und dann folgt auf den Schlag die heftigste Schilderung über seinen gewalttätigen Stiefvater: „Sein selbstzerstörerischer Alkoholismus gipfelte eines Abends in einem Streit mit Mutter, den ich nie vergessen werde. Mutter wollte meine Urgroßmutter, die im Sterben lag, im Krankenhaus besuchen. Daddy wollte das aus irgendeinem Grund verhindern. Ich hörte, wie sie sich im Schlafzimmer anschrien. Ich weiß nicht mehr, ob ich meiner Mutter helfen wollte; jedenfalls ging ich in den Flur hinaus und zum Schlafzimmer. Gerade, als ich in der Tür stand, zog Daddy eine Pistole hervor und schoss in Mutters Richtung. Die Kugel schlug zwischen ihr und mir in der Wand ein. Ich war fassungslos und völlig verängstigt. (…) Mutter packte mich und lief mit mir über die Straße zu den Nachbarn, die die Polizei riefen. Ich sehe Daddy noch vor mir, wie er kurz darauf in Handschellen abgeführt wurde. Er musste die Nacht im Gefängnis verbringen.“ (ebd., S. 32+33)
Gleich darauf meint Clinton, dass er sich sicher sei, sein Stiefvater hätte seine Mutter oder ihn damals keinen Schaden zufügen wollen, dies hätte dieser nicht verkraftet. Bill Clinton umrahmt diese erschütternde Szene also mit Idealisierungen seines Stiefvaters und entschuldigt ihn auch noch, was klassisch ist bzgl. Kindern, die elterlichen Machtmissbrauch und Misshandlungen erleben.
An einer anderen Stelle in seinem Buch berichtet Bill Clinton über eine weitere besonders heftige Szene. Er berichtet zunächst davon, dass er selbst mit „Geheimnissen“ aufwuchs, die in „Daddys Alkoholabhängigkeit und den Misshandlungen, die er unserer Familie angedeihen ließ“ wurzelten. (ebd., S. 66) Und dann berichtet er von einem Erlebnis im Alter von vierzehn Jahren: „Eines Abends schloss Daddy die Schlafzimmertür und begann Mutter anzuschreien. Dann schlug er sie. (…) Ich holte einen Golfschläger und stieß die Schlagzimmertür auf. Meine Mutter lag auf dem Boden. Daddy stand über ihr und schlug auf sie ein. Ich schrie ihn an, wenn er nicht sofort aufhöre, werde ich ihm die Seele aus dem Leib prügeln. Er hielt inne, starrte mich irritiert an, sank in sich zusammen und ließ sich in einen Sessel fallen, wo er mit gesenktem Kopf sitzen blieb. Es machte mich krank.“ (ebd., S. 67) Dieser Schilderung hängt er wieder Gedanken über seine „Geheimnisse“ an. Der Winkel der Seele, wo wir ein Geheimnis aufbewahren „kann sich in einen Abgrund verwandeln, wenn die Geheimnisse zu einer schweren Bürde werden. Und das geschieht insbesondere, wenn ein Gefühl der Scham damit verbunden ist (…). Unsere Geheimnisse können unser Leben so sehr bestimmen, dass wir uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen können. Ohne diese Geheimnisse wüssten wir nicht mehr, wer wir sind.“ (ebd., S. 68)
Clinton beschreibt eine dritte Misshandlungsszene, die er erneut mit einer Idealisierung beginnt:
Wie die meisten Alkoholiker und Drogenabhängigen, die ich kennen gelernt habe, war Roger Clinton im Grunde ein guter Mensch. Er liebte seine Frau, mich und den kleinen Roger.“ (ebd., S. 73) Clinton beschreibt dann, wie er kürzlich eine Akte über das Scheidungsverfahren seiner Mutter gelesen hatte. Darin stand auch eine Zeugenaussage von ihm, als er ein Jugendlicher war. Er hatte damals einen Anwalt angerufen, der wiederum die Polizei verständigt hatte. Die Polizei nahm Roger Clinton daraufhin in Gewahrsam. „Ich hatte in meiner Aussage erklärt, er habe mir Prügel angedroht, als ich ihn davon abhielt, Mutter zu misshandeln. Dass er auf mich losgehen wollte, war eigentlich lächerlich, da ich zu jener Zeit bereits größer und stärker war als er. Beide Vorfälle hatte ich vergessen. Für Experten ein typisches Phänomen in Familien von Alkoholikern, die weiter mit dem Süchtigen zusammenleben. Meine Erinnerungen belieben 40 Jahre lang verschüttet.“ (ebd., S. 73)

Dem Psychologen John D. Gartner nach – der eine psychologische Biografie über Bill Clinton geschrieben hat – führte Roger Clinton Senior eine „Terrorherrschaft“ und schlug regelmäßig seine Frau und auch Roger Junior, den Halbruder von Bill. Roger Junior erinnert sich daran, dass seine Mutter mit ihm und Bill viele Abende aus dem Haus floh und in einem Motel übernachtete.  (Gartner 2008, Kapitel 4. „The Three Stages Of  Roger. Stage 1. Repeating Abuse“, Position 2215.)
Eine andere Quelle weist darauf hin, dass auch Bill Clinton von seinem Stiefvater körperlich misshandelt wurde. (Marranis 1998, Kapitel „Ten“, Position 564)

Nun, was für ein Mensch Roger Clinton war, scheint deutlich zu sein. Doch auch die Mutter von Bill, Virginia, scheint kein guter Ausgleich gewesen zu sein. Sie selbst zeigte Suchtverhalten, rauchte Kette und trank exzessiv Alkohol. Bereits Virginias Vater Eldridge – Bills Großvater, bei dem er die ersten Jahre aufwuchs – hatten einen ungesunden Bezug zu Alkohol, den er – damals illegal – in seinem Lebensmittelgeschäft verkaufte, selbst oft trank und seine Tochter im Alter von zwölf Jahren mit Whiskey vertraut machte.  (Gartner 2008, Kapitel „Like Mother, Like Son“ – „The Family Drama“, Position 448-456) Virginia hatte eine schwierige Kindheit. Ihre Mutter Edith – Bills Großmutter – war impulsiv und ging verächtlich mit ihrem Mann Eldridge um, beschimpfte diesen, schrie ihn an, schlug ihn oder warf Dinge nach ihm. Diese destruktiven Streitereien – oftmals nachts, wie sich Virginia erinnert – gingen über Jahre. (ebd., Position 397-406) Später erinnert sich Virginia, wie sie sich damals wünschte, ihr Vater würde einmal zurückschlagen, was er nie tat. (ebd., Position 561) Auch Virginia wurde Opfer ihrer Mutter, die ihre Tochter beständig kritisierte, kontrollierte und eine Peitsche nutzte, um sie zu prügeln. (Maraniss 1995, S. 22) Lloyd deMause ist sich sicher, dass Edith auch Bill körperlich misshandelte, während sie in seinen ersten Lebensjahren für ihn verantwortlich war. (deMause 2000, S. 78) Dafür gibt es allerdings, sofern man seinen Quellen folgt, keine Belege. Was ich allerdings ebenso wie deMause für wahrscheinlich halte ist, dass der kleine Bill im Haus seiner Großeltern keine unbeschwerte Kindheit erlebt hat. Dafür gibt es zu viele Hinweise auf enorm destruktive Verhaltensweisen der Großeltern.

Über den Erziehungsstil, den Virginia gegenüber Bill anwandte, ist wenig bekannt. Fakt ist, dass sie jahrelang an der Seite ihres gewalttätigen Mannes, den sie sogar zweimal heiratete, ausharrte, mit allen Konsequenzen für ihre Kinder. Eine gewalttätige Familie hatte sie selbst erlebt, ebenso Alkoholmissbrauch; sie kannte es gar nicht anders. Insofern komme ich noch einmal zu meiner Einleitung zurück. „Für meine Mutter, die mir die Liebe zum Leben geschenkt hat.“, die ersten Worte in Bill Clintons Autobiographie. Sie machen nur Sinn, wenn man sich in das Kind hineinversetzt, das Bill einst war. Was wäre, wenn er – neben Roger – auch seine Mutter so betrachten würde, wie sie war, mit all ihren eigenen destruktiven Anteilen? Unerträglich für ein Kind, denn dann wäre es bitter alleine auf der Welt und ohne Hoffnung. Das Kind muss sich also blind gegenüber der Wahrheit machen, mit allen Folgen, die sich daraus für die eigene Psyche und das spätere Leben ergeben können.
Es gibt allerdings auch noch ein weiteres dunkles Kapitel, dass erst kürzlich in die Öffentlichkeit drang. Die bekannte Journalistin und Autorin Lucinda Franks hat in ihren Memoiren aus dem Jahr 2014 Auszüge aus einem im Jahr 1999 mit Bills Ehefrau, Hillary Clinton, geführtem Interview veröffentlicht, welche sie bisher zurückgehalten hat. Hillary sagte darin, dass Bill von seiner Mutter missbraucht worden sei, wobei sie nicht ins Detail gehen wollte. Hillary Clinton betonte aber die negativen Folgen: „He was abused. When a mother does what she does, it affects you forever.“  (Franks 2014, Kapitel 22, Position 5034.)
Lloyd deMause (2000) sieht zwischen der extrem schweren Kindheit Clintons und dem späteren kriegerischen und destruktivem Agieren als US-Präsident (vor allem der Bombardierung Ex- Jugoslawiens, sowie dem Festhalten an den Iraksanktionen, was hunderttausenden irakischen Kindern das Leben kostete *) einen deutlichen Zusammenhang, was er ausführlich in einem Artikel darstellt. Ich kann mich dem nur anschließen. Und ich wiederhole, dass ein Mensch, der derart destruktiv als Kind aufgewachsen ist, nicht Präsident der USA hätte werden dürfen. Nun, demnächst wird Bill Clinton wohl erneut im Weißen Haus zu sehen sein. Mal sehen, welchen Einfluss er dort ausüben wird, vermutlich keinen guten.

* Ergänzender Hinweis: In einem Text für die „Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit“ schrieb Dr. Heinz Gmelch unter dem Titel „Die drei Golfkriege„: „Seit 1991 sind nach Schätzungen internationaler humanitärer Organisationen rund 1,5 Millionen Iraker, darunter über 550 000 Kinder unter fünf Jahren, den Folgen dieser Wirtschaftssanktionen zum Opfer gefallen – durch Mangelernährung und unzureichende medizinische Versorgung. Das entspricht rund sieben Prozent der irakischen Bevölkerung. Hans Graf von Sponeck, Leiter des UN-Hilfsprogramms für den Irak, trat im Februar 2000 aus Protest gegen die Folgen der Wirtschaftssanktionen von diesem Posten zurück. Er warf den Vereinten Nationen sogar Völkermord vor.“
 

Quellen:

Clinton, B. (2004): Mein Leben. Econ Verlag, Berlin.

deMause, L. (2000): Die phallische Präsidentschaft: Die Clinton-Skandale und der Krieg gegen Jugoslawien als Reinigungs-Kreuzzüge. In: Janus, L. & Kurth, W. (Hrsg.): Psychohistorie, Gruppenphantasien und Krieg (S. 77– 82). Mattes Verlag, Heidelberg.

Franks, L. (2014): Timeless: Love, Morgenthau, and Me. Sarah Crichton Books, New York. Kindle E-Book Edition.

Gartner, J. D. (2008): In Search of Bill Clinton: A Psychological Biography. St. Martin’s Press, New York. Kindle E-Book Edition.

Maraniss, D. (1995): First in His Class: The Biography of Bill Clinton. Simon & Schuster, New York. Kindle E-Book Edition.

Maraniss, D. ( 1998): The Clinton Enigma: A Four and a Half Minute Speech Reveals This President’s Entire Life. Simon & Schuster, New York. Kindle E-Book Version.

Eingestellt von Sven Fuchs um 12:20:00

Quelle

Aus der Rubrik…in der Kindheit fängt es an…

Die „offizielle“ Traumatisierung durch die militärische Ausbildung ähnelt der häuslichen Traumatisierung von Kindern

Die Ausschaltung des Mitgefühls und die Unterwerfung unter eine Autorität ist ein wesentliches Ziel der militärischen Ausbildung, die „bestenfalls“ auf die Vorerfahrungen in der Familie aufbaut, wie oben aufgezeigt.
Militärische Erziehung schließt immer rigide Demütigungen erwachsener junger Menschen ein, die Würde der Person gerät gänzlich aus dem Gesichtsfeld. Die Armee als „Erziehungsanstalt der Nation“ soll zur angemessen Zeit eine harte Schule für junge Männer sein, um selbst hart zu werden, gehorchen und befehlen zu lernen und Männlichkeitsvorstellungen zu erfüllen. Das militärisch eingepasste, harte Individuum muss schließlich die Ehrfurcht vor seinesgleichen zurückstellen, da es Lehrgänge absolviert, die die Fertigkeit vermitteln, Menschen umzubringen. (vgl. Gamm, 1986, S. 103ff)
Die griechische Folterschule der Militärjunta (1968-74) ist ein anschauliches Beispiel dafür. In ihr wurden neu rekrutierte Auszubildende zunächst drei Monate lang systematisch „wie der letzte Dreck behandelt und gequält“. Nach Beendigung dieser erniedrigenden „Ausbildung“ wurde ihnen aber in einer feierlichen Übergabe ihrer neuen Uniform zugesichert, dass sie nunmehr ganz vorne stehen und die Elite der Nation darstellen sollen. (vgl. Mentzos, 1995, S. 80)
Einem Bericht aus dem Jahr 2001 ist zu entnehmen, dass unter 18-jährige Rekruten in der Britischen Armee schwer schikaniert und erniedrigt wurden, dies schloss Scheinhinrichtungen, Simulation von Vergewaltigungen, „Regimentsbäder“ in Erbrochenem und Urin und das erzwungene Essen von Schlamm ein. (Globaler Bericht über Kindersoldaten, 2001) Ein anderen Bericht über die Schikanierung von britischen Marine-Rekruten enthüllte Fußtritte, bis ein Rekrut das Bewusstsein verlor, Elektroschocks an Genitalien und den Zwang, nackt durch dorniges Buschwerk zu robben. Die Misshandlungen galten als heimliche Initiationsriten. (vgl. SPIEGEL-Online, 27.11.2005)
Bzgl. der militärischen Ausbildung in den USA möchte ich den Kriegsfilm „Full Metal Jacket“ (1987) anführen, der wie kein Zweiter ein Abbild der militärischen Realität liefert. Die Rekruten im Film sollen durch physische und vor allem auch psychische Gewalt einer Gehirnwäsche unterzogen und zu Killermaschinen umgeformt werden. Ihnen wird ihr Status als Männer und als Menschen abgesprochen. Ihre alte Persönlichkeit wird ausgelöscht. Einziges Ziel: Aus Menschen sollen Waffen werden und Befehle sollen sie wie Maschinen ausführen. „Es steht zu fürchten, dass Kubrick (Anmerk. der Regisseur) in seinem Film gar nicht mal zu sehr übertreiben musste. Bekanntlich war Lee Ermey, der Darsteller Hartmans (Anmerk. der Ausbilder im Film) früher tatsächlich Marineausbilder und war ursprünglich nur als eine Art Berater engagiert worden. Da er bei seinen Demonstrationen jedoch so authentisch wirkte, ließ Kubrick ihn schließlich die Rolle seines Lebens spielen. Daraus ergibt sich, dass die Darstellung in „Full Metal Jacket“ weniger Satire denn Abbildung einer absurden Realität ist. Eine Abbildung, die nicht wirklich übertreibt sondern nur die Sache auf die Spitze treibt.“ (Filmkritik von Siegfried König siehe http://www.filmzentrale.com/rezis/fullmetaljacketsk.htm)

Dass die o.g. filmische Darstellung durchaus realitätsnah ist, zeigt z.B. auch ein Medienbericht zur Ausbildung auf Parris Island, dem Bootcamp des „United States Marines Corps“. Der Bericht schildert das Kahlrasieren bei der Ankunft, das Stigmatisieren von Schwächeren und Übergewichtigen, Einschüchterungen, das permanente Anschreien, strikten Drill, sinnlose Befehle und die ständige Erzeugung von Stress. Die Kommandierenden verbaten den Reportern Interviews mit den jungen Soldaten. Man wollte nicht, dass plötzlich jemand in normalem Ton zu dem Rekruten spricht, der dann vielleicht noch „Ich“ sagt. „Ich“ und „Du“ gibt es während der Grundausbildung nicht, man darf nur „dieser Rekrut“ oder „jener Rekrut“ sagen. Das soll das Individuum ausschalten (vgl. diepresse.com, 19.04.2008)

Auch in Russland gilt der Wehrdienst als „Lehranstalt der Männlichkeit“. Jeder zwanzigste Einberufene hat darüber hinaus bereits eine kriminelle Vergangenheit hinter sich. „Die Streitkräfte ziehen die Aggressivität der Gesellschaft ein und geben sie später wie aus einem Gewaltkraftwerk potenziert wieder ab.“ (Die Zeit, 2004) An diesem Punkt wird erneut deutlich, dass Armeen sich gezielt Rekruten bedienen (bzw. diese anziehen), die bereits eine problematische Sozialisation hinter sich haben.
Die russische Armee hat – nach diesem ZEIT-Bericht – sogar in ihrer Dienstsatzung festgeschrieben, dass der Wehrdienstleistende standhaft Belastungen und Entbehrungen zu dulden habe. Schmerz zu ertragen gehört danach zum Inbegriff des Soldatentums und dient der Abhärtung für den Kampf. Die informelle Hierarchie wird dort allgemein „Großväterherrschaft“ genannt. (Dass sich diese Gewalt-Hierarchie namentlich auf Großväter bezieht, könnte ein Hinweis auf Gewalt in russischen Familien sein)
Die zweijährige Dienstzeit teilt sich in vier Halbjahre: „Während der ersten beiden ist der »Geist«, »Schildkröte«, »Elefant« oder »Schnürsenkel« genannte Rekrut zur Demütigung und Folter freigegeben. Wenn die Dienstälteren das zivile Wertesystem aus ihm herausgeprügelt haben, kommt er in den letzten beiden Halbjahren selbst in den Genuss des Peinigens. Er heißt dann »Fasan« oder »Großvater«.“ (ebd.)
Die „Großväterherrschaft“ sieht u.a. wie folgt aus: Schläge mit Stiefeln auf die Brust, mit Gürtel und Gürtelschnalle auf die Schienbeine, mit Stöcken auf die Nieren und dem Hocker auf den Kopf. „Rekruten müssen mit bloßen Händen die Toiletten putzen, Zigaretten essen und Chlorkalklösung trinken. Sie werden gezwungen, sich über das untere Doppelbett zu hängen, bis die Kräfte nachlassen. Sobald sie fallen, werden sie verprügelt. Die Übung heißt »das Krokodil trocknen«. Um die Nerven besonders zu kitzeln, stellen die Peiniger manchmal einen Dolch ins untere Bettzeug. Sollte der Rekrut hineinfallen, findet sich später der Vermerk »unvorsichtiger Umgang mit Waffen« im Untersuchungsbericht.“ (ebd.)
Laut einem Bericht von amnesty international aus dem Jahr 2005 starben 16 russische Soldaten an diesen brutalen Einführungsritualen. 276 Soldaten begingen Selbstmord, mindestens die Hälfte von ihnen brachte sich wegen Erniedrigung durch Vorgesetzte um. (vgl. amnesty, 2007) Ein ehemaliger Rekrut berichtet rückblickend auf diese Ausbildung und bzgl. der Folgen für sein Leben in der Zivilgesellschaft: „Uns haben sie damals die Bremsen gelöst, und jetzt baut uns keiner neue ein“ (Die Zeit, 2004)
Kümmel / Klein (2002) merken an, dass das Beispiel des russischen Militärs keinesfalls als Einzelfall dasteht. „Der Kollaps militärischer Disziplin und die Aufweichung eines militärischen Ehrenkodexes mit der Folge gravierender Verfehlungen von Soldaten gegen Kameraden sind nicht auf die Streitkräfte autoritärer oder totalitärer politischer Systeme oder auf Zeiten massiver gesellschaftlicher Transformation, gesellschaftlicher Krisen und sozialer Anomie beschränkt. Entsprechende Berichte finden sich für Streitkräfte aus allen Teilen der Welt.“ (Kümmel / Klein, 2002, S. 218)

Mein Eindruck nach meinen Recherchen ist, dass die Brutalität und gezielte Gewalt gegenüber Rekruten gerade in den Armeen hoch bzw. noch systematischer zu sein scheint (z.B. Russland oder USA), die auch stets mit realen Kampfeinsätzen rechnen oder zu tun haben. Vielleicht ist es also auch kein Zufall, dass ein deutscher Misshandlungsskandal in der Bundeswehr gerade von zwei Zugführern ausging, die nach ihren Auslandseinsätzen in Afghanistan und im Kosovo die Idee hatten, auch mit 163 Rekruten Geiselnahmen zu üben. Die Scheingeiselnahmen im Sommer 2004 in Coesfeld arteten offensichtlich in sadistische Exzesse aus: Den Rekruten wurden die Augen verbunden, sie bekamen Fußtritte, Schläge und demütigende Worte, ihnen wurde Wasser in die Hose gespritzt und Sand nachgeschüttet, andere wurden mit Stromstößen eines Feldfernsprechers traktiert. Die Rekruten schwiegen über die Vorfälle. Sie hatten die simulierten Geiselnahmen offensichtlich als Ausbildung empfunden und/oder Angst, als Schwächling dazustehen. (vgl. DER SPIEGEL, 20.03.2007)
Aufschlussreich bzgl. der Gewalt in der deutschen Armee ist auch die Studie „Gewalt gegen Männer“. In der Befragung zeigte sich, dass viele erlebte Gewaltakte in der Wehrdienstzeit von den Männern als „selbstverständlich“ angesehen werden. Daher gab es häufig eine Übereinkunft von Interviewer und Befragten, nur über solche Erfahrungen zu reden, die „über das normale Maß“ hinausgehen. Trotz dieser Einschränkung ergaben sich folgende Ergebnisse: Drei von fünf Männern, die Wehrdienst geleistet haben, berichten, schikaniert, unterdrückt, schwer beleidigt oder gedemütigt worden zu sein (63 von 107). Ein Drittel (31 von 107) gibt an, gezwungen worden zu sein, etwas zu sagen oder zu tun, was sie absolut nicht wollten. Jeder Sechste (17 von 107) ist eingesperrt, gefesselt oder anderweitig in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden. In den offenen Nennungen berichten die Befragten zusätzlich von ungerechter Behandlung und Ausnutzen einer Machtposition durch Vorgesetzte. Außerdem wird von sinnlosen und demütigenden Tätigkeiten erzählt, zu denen sie gezwungen wurden. Zwischen den Soldaten wird über Rituale berichtet, „bei denen man sich unterwerfen muss“. (vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2004b)

Die militärische Ausbildung macht Rekruten – wie oben dargestellt – gezielt zu Opfern, die real traumatisiert werden und dies nach Wolf (1993) im „psychopathischen Stil“ durch eine Spaltung verarbeiten und integrieren bzw. pseudoverarbeitet und pseudointegrieren. Bei den Rekruten wird quasi eine „paranoide Kampfhaltung“ herangezüchtet, die neben der Normalpersönlichkeit besteht und in der Pararealität „Krieg“ aktiviert werden kann. Eine solche Persönlichkeit erinnert nach Wolf an die posttraumatische Belastungsstörung bzw. die traumatisierte Persönlichkeit. Die gespaltene Persönlichkeitsstruktur wird von der Realität entsprechender Kampfsituationen geradezu als notwendige Überlebenstechnik gefordert bzw. neben der Ausbildung durch eben diese erlebte Kampfrealität (durch erneute Traumatisierung) reproduziert und verstärkt. Wolf greift in diesem Zusammenhang auch auf das Konzept der Borderline-Persönlichkeitsstörung zurück.(Für ein tieferes Verständnis dieser Störung siehe Dulz & Scheider (2001) ) Bei dieser Störung steht u.a. die Spaltung in „gut“ und „böse“ – mit entsprechenden Gefühlsdispositionen – im Vordergrund. (vgl. Wolf, 1993, S. 85ff)
Auf Soldaten bezogen ist dies natürlich geradezu „ideal“. Die idealisierte Armee und der Präsident sind dann z.B. ausschließlich „gut“, der geortete Feind absolut „böse“. Die traumatischen Erlebnisse mit den verbundenen Gefühlsanteilen wie z.B. Hass, Wut, Rachegefühle, Ekel usw. – die sonst, abgespalten im Alltagsleben nicht unbedingt eine Rolle spielen müssen – können dann in Kampfsituationen aktiviert bzw. reinszeniert werden und zur Projektion bzw. Externalisierung auf den Feind herhalten, um schnell, funktional und (mit-)gefühllos handeln bzw. töten zu können.
Ich habe dies so ausführlich dargestellt, weil Persönlichkeitsstörungen leider auch all zu oft Folgen des „Lebens selbst“ sind. Kindesmisshandlung, starke Vernachlässigung, psychische Gewalt und Missbrauch führen unter bestimmten Umständen zu entsprechenden Störungen und Abspaltungen. Etwas überspitzt könnte man sagen: Was die Armee gezielt bei ihren Rekruten durch eine traumatisierende Ausbildung bewirken will, um sie zu mitleidlosen „Kriegern“ zu erziehen, gehörte und gehört für viele Kinder bereits zu ihren Alltagserfahrung speziell innerhalb ihrer Familie. Dieses destruktive, schlummernde Potential stellt unter verstärkenden und bestimmten sozialen Umständen (und wenn es zusätzlich nicht individuell aufgearbeitet bzw. therapeutisch bearbeitet wird) eine Gefahr dar, wie ich weiter unten herausstellen werde.
Die Parallelen zwischen „misshandelnder Familie“ und „Armee“ sind übrigens offensichtlich: Beide – destruktive Eltern und die Armee – fordern Gehorsam und eine Aufgabe des Selbst ein. Das Kind und auch der Soldat soll sich anpassen, unterwerfen, so sein und handeln, wie sie es haben wollen, um zu einem „guten Kind“ bzw. einem „gutem Soldaten“/“richtigen Mann“ zu werden. Die Identifikationen, die in beiden Systemen stattfinden, folgen dem Muster einer „Identifikation mit dem Aggressor“.
Peter Boppel schreibt dazu:„Das Ich der Soldaten regrediert unter körperlichen Misshandlungen und schwersten Kränkungen – ähnlich wie die Opfer von Folter – in die Nähe der Gefahr totaler psychischer Zerstörung mit extremer Abhängigkeit und Angstentwicklung auf eine frühe narzisstische Abwehrstufe, die borderline- und psychosenahe ist. In dem geschilderten regressiven Zustand kaserniert und dem Gruppendruck ausgesetzt, gelingt dem Rekruten weder Flucht noch Kampf. Wie Kinder und Frauen beim sexuellen Missbrauch durch Angehörige oder Initianden bei den Torturen durch Stammesälteste sind Täter und Retter das selbe Objekt, e i n e Person, von der man auf Gedeih und Verderb abhängig ist. Nur sie könnte den grässlichen Zustand beenden! (…) Um den Ausbilder als „gutes“ Objekt erhalten zu können, müssen Schmerzen wie Wut an dieser Stelle von ihrem biographischen Inhalt abgetrennt werden, was mit Hilfe von Dissoziation, bzw. Verdrängung vom psychischen Apparat bewerkstelligt wird.“ (Boppel, 1999, S. 23ff) und „Unter dem Ausmaß einer traumatisierenden Ausbildung, wie sie von Spezial(Elite)soldaten oder noch ausgeprägter von zukünftigen Folterern durchzumachen ist, kommt es zu einem „Verbinden“ von Ich und Du, Selbst und Objekt, zur Verschmelzung von Selbst und Fremdrepräsentanzen: Der andere (Ausbilder) ersetzt mich (Rekrut) durch sich, wird ein Teil meines Selbstbildes, steuert mich unbewusst wie eine sonst in langer Sozialisierung erworbene Elterninstanz.“ (Boppel, 2005, S. 197) Die Ähnlichkeiten zur Form und Wirkung von Kindesmisshandlung sind hier derart offensichtlich, dass man bei o.g. Schilderungen von Boppel das Wort „Ausbilder“ durch „Eltern“ und „Solodaten/Rekrut“ durch „Kind“ ersetzen und die Sätze dann fast wortgleich in ein Fachbuch über Kindesmisshandlung aufnehmen könnte.
Bei einer Umfrage des Corps-Magazins „Marines“, was die Rekruten im US-Marine-Bootcamp am meisten vermissten, stand an erster Stelle das Verbot, ich oder du zu sagen. An zweiter Stelle: „Keinen Teddy-Bären.“ (vgl. diepresse.com, 19.04.2008) Bzgl. der zweiten Antwort dachte ich erst an einen Scherz. Wenn man sich aber die o.g. Ausführungen vor Augen führt und sich klar wird, dass die Rekruten unter diesen extremen Belastungen regredieren (also in kindliche psychische Ebenen und Verhaltensmuster zurückfallen; vgl. dazu auch Boppel, 2005), wird deutlich, dass dies durchaus ernst zu nehmen und wirklich nicht allzu weit weg vom Thema Familie, Kindheit und Kindesmisshandlung ist.

In beiden Systemen besteht zudem ein deutliches Machtungleichgewicht, sowohl in der Eltern-Kind-Beziehung als auch in der Armeeführung-Soldaten-Beziehung. Die Methoden der destruktiven Eltern sind dabei u.a. Liebesentzug, böse Blicke, ignorieren, drohen, schlagen, prügeln, demütigen, einsperren, verachten, missbrauchen usw. Die Methoden der Armee zeigen auch hier deutliche Parallelen, wie weiter oben ausgeführt. Und – das fällt besonders auf – in beiden Systemen herrscht ein absolutes Schweigegebot nach Außen bzgl. erlittener Verletzungen. Kinder werden zum Schweigen gebracht, indem man ihnen u.a. androht, sie würden ins Heim kommen, keiner würde ihnen glauben oder man würde einen geliebten Menschen oder das Haustier umbringen usw. Die Drohung, die über dem Soldaten schwebt, ist der Ausschluss aus der Kameradengemeinschaft und die Darstellung als „Weichei“ bzw. als einem „Nicht-Mann“. Das Kind (und auch der Soldat) kann in einer solchen Situation nur (seelisch) überleben, wenn es sich anpasst und das erfahrene Leid verdrängt oder abspaltet und sich schließlich mit dem Aggressor identifiziert. Der „Lohn“ für die Aufgabe des eigenen Selbst ist die „Liebe“ und (scheinbare) Anerkennung der Eltern. Und der „Lohn“ der Soldaten fürs Durchhalten und für das Ertragen der ganzen Schmerzen ist, dass sie nun „echte Männer“ sind, „Helden der Nation“. „Ihr seid nur etwas wert, wenn ihr Euch so verhaltet, wie wir es wollen!“ und „Ohne uns seid ihr nichts!“, so die Botschaft der Armeeführung gegenüber ihren Soldaten und der destruktiven Eltern gegenüber ihren Kindern. Doch bei beiden scheint die Bindung brüchig und nicht wirklich echt.
Berichte über Kriegsveteranen (z.B. aus Großbritannien vgl. ARD-Weltspiegel vom 23.09.07 und ZDF-Auslandsjournal vom 13.12.07 oder auch aus Deutschland vgl. ZDF Magazin „Mona Lisa“ vom 18.11.2007) zeigen exemplarisch, wie austauschbar Soldaten sind, wie wenig der Führung an ihren Soldaten liegt, und wie wenig sie diese später (nach physischen und psychischen Kriegsverletzungen oder im Todesfall gegenüber den Familien) finanziell, sozial und psychologisch betreut.
Im „Mona Lisa“ Bericht „Von der Bundeswehr alleingelassen? Nach Einsatz traumatisiert“ heißt es bzgl. einem deutschen traumatisierten Kriegsheimkehrer, dass die Diagnose „Posttraumatischen Belastungsstörung“ nichts mit dem Einsatz bei „Enduring Freedom“ zu tun habe, so Gutachten der Bundeswehr, sondern diese sei „persönlichkeitsbedingt“. Ein Soldat, der Kriegseinsätze psychisch nicht durchsteht, ist also selbst schuld, so könnte man diese Aussage übersetzen. Das Bundesverteidigungsministerium lehnte ein Interview mit „Mona Lisa“ ab und teilte telefonisch mit: zuständig seien die Versorgungsämter. Man habe nach Entlassung der Soldaten nichts mehr damit zu tun. (zu diesem Fall siehe unter Punkt 7.1 mehr) „Wir sind gut darin, uns an unsere Siege zu erinnern und an die Toten. Aber wir sind auch gut darin, die Lebenden zu vergessen – und unsere Soldaten, die den Preis des Überlebens bezahlen. Mit physischen und psychischen Wunden.“, so ein britischer Kriegsveteran im o.g. ZDF-Auslandsjournal.

Abschließend möchte ich noch einmal die Grundthesen zum Militär zusammenfassen, die sich aus den beiden vorherigen Kapiteln erschließen:
Der Verlust des Mitgefühls wird durch die militärische Ausbildung gezielt verstärkt. Dieser Verlust muss aber grundsätzlich schon vorher bei den einzelnen Menschen eine Rolle gespielt haben. Denn wirklich empathische Menschen wären nicht zum Militär gegangen.

Quelle

Aus der Rubrik…in der Kindheit fängt es an…

Extremsport und Kindheit

Posted: 26 Oct 2016 04:06 AM PDT

Ich habe mich schon öfter gefragt, ob es einen signifikanten Zusammenhang zwischen destruktiven Kindheitserfahrungen und Extremsport gibt. Extremsport vor allem verstanden als potentiell lebensgefährlichen Sport und/oder suchtähnlichem Ausüben des Sportes, ohne den mensch sich nicht lebendig fühlen würde. Dazu gibt es wohl kaum Forschungen, insofern bleibt vieles natürlich spekulativ.
Für mich ist eine Annäherung an dieses Thema vor allem auch interessant, weil ich wie angekündigt bald einen Text schreiben möchte, in dem ich klassischer Kritik entgegnen möchte. Die klassische Kritik ist wie folgt: Massen wurden als Kind misshandelt und gedemütigt und wurden nicht zu Mördern, Kriegstreibern oder Terroristen, folglich wird jeglicher Zusammenhang zwischen Kindheit und Gewalt bestritten. Meine Antwort darauf ist u.a., dass sich Folgen von Kindesmisshandlung sehr vielfältig ausdrücken können, Gewaltverhalten ist da nur eine mögliche Ausdrucksform.

Ist nun (lebensgefährlicher) Extremsport vielleicht eine von vielen möglichen „Farben“ der Gewaltfolgen? Und mit Gewalt meine ich nicht rein körperliche Elterngewalt, sondern das ganze Spektrum, inkl. Missachtungen und emotionaler Vernachlässigung, denn Extremsportler buhlen ja oftmals auch um eines: Anerkennung und Aufmerksamkeit.

In der Doku „Attention – A Life in Extremes“ (von Sascha Köllnreitner) – in der ARD wurde diese Doku kürzlich unter dem Titel „Leben am Limit – Extremsportler“ gezeigt – hat am Ende die im Film zuvor bereits häufig als Expertin zitierte ehemalige Weltklasseläuferin und Buchautorin Ines Geipel das Schlusswort: „Dieser Suchtmoment, dass du immer und immer wieder in diese Schneise gehst, psychisch ja, heißt natürlich, dass da etwas danach ruft, angenommen zu sein. eigentlich will jedes Kind befreit werden, es schreit regelrecht danach. Vielleicht sind das am Ende alles Kinderveranstaltungen, extrem.“ (sie lacht) In einer Besprechung der Doku wurde der entsprechende Artikel folgendermaßen betitelt: „Extremsportler – psychisch zwischen Kleinkind und Superheld“  Dass das ganze vielleicht etwas mit Kindheit zu tun haben könnte, fällt also offensichtlich auch anderen Beobachtern auf.

Besonders hellhörig machen mich aber auch Äußerungen wie diese von dem sehr bekannten Extremsportler Chris “Douggs” McDougall in der Doku „Freifall – Eine Liebesgeschichte“: „Wir sind nicht hier, um zu sterben. Aber wir mögen Risikosport, weil wir uns dabei lebendig fühlen.“

Ähnlich formulierte es der Extrembergsteiger Reinhold Messner in seiner Autobiographie „Mein Leben am Limit“. Messner wörtlich: „Mein Krankheitsbild ist umrissen mit: Lebenslust durch Einsatz des Lebens.“ Messner selbst hat über seine Eltern folgendes gesagt:
Mein Vater war sehr streng. Einmal hat er meinen Bruder Günther so verprügelt, dass der sich in die Hundehütte verkroch. (…) Eine Kleinigkeit reichte, und er explodierte vor Wut. (…) Es gab oft Streit, den meine Mutter dann geschlichtet hat. Sonst hätte mein Vater mich halb umgebracht. (…) Die Mutter war das ausgleichende Element zu diesem strengen, unsicheren Vater.“ (focus, 08.08.2011, „Er hätte mich halb umgebracht„)

Dies ist in doppelter Hinsicht aufschlussreich. Zunächst das Trauma der Gewalt, aber auch eine ausgleichende Mutter, die er in seiner o.g. Autobiographie noch ausführlicher und sehr positiv beschreibt. Massenmörder und Terroristen hatten grundsätzlich niemanden, der ihnen im Angesicht von Gewalt und Demütigungen zur Seite stand, so die These von Alice Miller. Reinhold Messner ist ganz sicher durch diese schwere Gewalt seitens des Vaters traumatisiert, aber er ist ganz offensichtlich kein Gewalttäter, sondern hat seinen ganz eigenen, für ihn kreativen Weg gefunden, bedingt auch wiederum durch die Welt, in die er hineinwuchs und einen Vater, der zusammen mit Reinhold als dieser gerade mal fünf Jahre alt war, einen Dreitausender bestieg. (Umgekehrt ist die provokante aber vielleicht auch an sich schon erkenntnisreiche Frage spannend, ob z.B. ein Terrorist XY mit einem entsprechend destruktiven Kindheitshintergrund vielleicht kein Terrorist geworden wäre, hätte er seit jungen Jahren das Extrembergsteigen entdeckt und sich dadurch lebendig gefühlt. Denn Umwelt und Rahmen bestimmen natürlich immer auch den Weg eines Menschen, wie auch seine Ausdrucksweise oder Pseudoverarbeitung von Kindheitsleid. Dies als gedankliche Anregung, nicht als Werbung für Extremsport  gedacht.)

Messners Weg will und kann ich gar nicht beurteilen. Ich selbst wundere mich einfach über Extremsportler, kann ihnen ihr Tun aber auch lassen. Sie handeln nicht vorsätzlich verletzend oder aggressiv gegen andere Menschen, sondern bringen max. sich selbst in Gefahr. In der o.g. Doku „Freifall – Eine Liebesgeschichte“ kamen allerdings zwei Dinge zu Tage: das unermessliche Leid der Hinterbliebenen, wenn solche Sportler tödlich verunglücken und das beständige Bangen und die Ängste von nahen Angehörigen wie Ehefrau und Kindern bzgl. dem Mann/Vater, wenn er wieder „auf Tour“ geht.

Quelle

Er hat Schwerstarbeit geleistet….

….ja, das kleine blinde Paulchen arbeitet schwer, um sich einen angemessenen kuscheligen Schlafplatz zu bauen. Dazu schleppt er alle möglichen Kissen herbei und drapiert sie so, dass er gut und bequem darauf schlafen kann.

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Carlito ist da nicht so wählerisch, er kann überall schlafen

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und Kira, mein altes Mädchen, hat sich einen Karton reserviert, weil sie sich nicht davon abhalten ließ, habe ich ihr ein Kissen reingelegt und so kann sie auch bequem kringeln und schlafen

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Chakra – Gibt es das auch deutsch?

Ja, das gibt es auch auf Deutsch… 😉

Hilde Herberth Mentaltrainerin

Als ich meiner Mutter einmal sagte, ich befasse mich mit den Chakras, schaute sie mit großen Augen und fragte, ob es das auch auf deutsch gibt? So wie ihr ging es noch anderen, mit denen ich mich in letzter Zeit unterhalten habe. Nur wenige können mit dem Begriff „Chakra“ etwas anfangen.

Ein Arzt sagte neulich in einem kurzen Gespräch zu mir: „Wir brauchen keinen indischen Religions-Ersatz!“ Ich mußte lachen, da ich die Harmonisierung der Chakras nicht als Religionsersatz bezeichnen würde!

Ich sprach ja gar nicht von Shakti und Shiva und all den anderen Göttern, die im übrigen nur einen Bewußtseinszustand symbolisieren. Wie hatte er das gemeint? Wußte er überhaupt, was Chakras sind? Dachte er, ich wolle ihn bekehren?! Oder wollte er mir damit vorwerfen, dass wir lieber anderen Kulturen folgen, statt unserer eigenen? Ist da vielleicht was Wahres an seiner Aussage? emoticons-4

Ich überlegte: Warum übernehmen wir Heilmethoden und die Spiritualität…

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Pharmakologischer Selbstmord

Immer mehr Eltern gehen dazu über, ihren schlaflosen und schreienden Babys und Kleinkindern Beruhigungsmittel und andere psychoaktive Substanzen zu verabreichen. Sie fügen ihren Kindern damit nicht nur Schaden zu, sondern üben sie obendrein – ohne es zu ahnen – in den Modus der chemisch-pharmakologischen Verhaltenssteuerung und Affektregulierung ein. Normgerechtes Verhalten wird mehr und mehr zu einer Frage der „Einstellung“ – auf das richtige Medikament und die richtige Dosis. Der Pharmaindustrie scheint im gesellschaftlichen Modernisierungsprozess die Aufgabe zuzufallen, die Anpassung der Individuen an die Verhaltenszumutungen des „flexiblen Kapitalismus“ (Richard Sennett) chemisch-pharmakologisch zu erleichtern und sie bei der Stange zu halten. Von Götz Eisenberg[*].

„Welches Kind hätte nicht Grund, über seine Eltern zu weinen?“
(Friedrich Nietzsche)

Die tägliche Zeitungslektüre, die laut Hegel einmal das „Morgengebet des Bürgers“ gewesen ist, lehrt einen das Fürchten. Dieser Tage stieß ich in der Sonntagsausgabe der FAZ unter der Überschrift Schlaf, Kindlein, schlaf auf einen Artikel, der darüber berichtet, dass immer mehr Eltern ihren Babys und Kleinkindern, wenn diese zu sehr schreien oder nicht durchschlafen, Sedativa, also Beruhigungsmittel, verabreichen. Kinderärzte stellen offenbar auf Bitten der Eltern bereitwillig entsprechende Rezepte aus. „Atosil“ wurde früher Menschen verordnet, die als schizophren galten, heute kommt es als Beruhigungs- und Schlafmittel zum Einsatz. Bei manchen Eltern und Kinderärzten gilt es offenbar auch als probates Mittel zur Beruhigung schreiender und unruhiger Babys und Kleinkinder. Es gibt aber auch Substanzen und Säfte wie „Sedaplus“ oder „Wick Medinait“, die man rezeptfrei bekommen kann und die nicht weniger schädlich für Kinder sind. Auch sie enthalten Stoffe, die ins zentrale Nervensystem gelangen und tief in den leib-seelischen Haushalt eingreifen. Jedenfalls können diese Mittel schnell psychisch abhängig machen und innere Organe wie Leber und Niere schädigen.

HIER GEHTS ZUR QUELLE UND ZUM WEITERLESEN DES INTERESSANTEN ARTIKELS

 

Ausgewickelt….

…habe ich meinen Rechner aus der Decke, um endlich mal wieder zu sehen, wie es euch so geht.

Es war ruhig und friedlich heute morgen, so dachte ich, dass keine großen stauberzeugenden Arbeiten am Haus gemacht werden….weit gefehlt, kaum war ich fertig mit Auswickeln, ging es draußen los mit dem Preßlufthammer….irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass bald das gesamte Mauerwerk weggebohrt sein muss….

Nunja, es ist Wochenende, ich hoffe, die fleissigen Arbeiter machen früher Feierabend und arbeiten zudem morgen mal nicht.

Ansonsten fühle ich mich ein bissel vom Pech verfolgt.

Zwei meiner drei Katzen sind krank, immer noch krank, ich habe meine Wohnung zum Katzenlazarett erklärt.

Dann habe ich meiner Thera 200 Euronen geschickt, die ich in ein dickes Buch gelegt habe. Das Buch wollte ich ihr schon seit ewigen Zeiten mitbringen, aber ich hatte es immer vergessen. Losgeschickt habe ich es in einem Luftpolsterumschlag, den ich nochmal mit breitem Klebestreifen umwickelt habe…..das war vor knapp drei Wochen….bis heute ist es nicht angekommen 😦

Meine beiden Perlen haben schon mit mir geschimpft….Postsendungen würden im Depot durchleuchtet werden und da wäre das Geld auch durch den Umschlag und das Buch sichtbar, und da es im Depot auch Langfinger gäbe, wäre es meine eigene Schuld, dass das Geld verschwunden ist 😦

Ich bin einfach nur traurig wegen der ganzen Widrigkeiten und es fällt mir gerade sehr schwer, es einfach unter „shit happens“ oder „Alltagswidrigkeiten“ ab zu tun.

Einfach großartig

Der große Diktator (Originaltitel: The Great Dictator) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Charles Chaplin und eine Satire auf Adolf Hitler und den deutschen Nationalsozialismus. Die Uraufführung fand am 15. Oktober 1940 statt. Die Schlussrede aus dem Film hat bis heute nichts an Aktualität eingebüsst.

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Es tut mir leid, aber ich will kein Kaiser sein. Das ist nicht meine Sache. Ich möchte niemanden beherrschen und niemanden bezwingen. Es ist mein Wunsch, einem jeden zu helfen – wenn es möglich ist – sei er Jude oder Nichtjude, Weißer oder Schwarzer. Wir alle haben den Wunsch, einander zu helfen. Das liegt in der Natur des Menschen. Wir wollen vom Glück des Nächsten leben – nicht von seinem Elend. Wir wollen nicht hassen und uns nicht gegenseitig verachten. In dieser Welt gibt es Raum für alle, und die gute Erde ist reich und vermag einem jeden von uns das Notwendige zu geben.

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Wir könnten frei und anmutig durchs Leben gehen, doch wir haben den Weg verloren. Die Gier hat die Seelen der Menschen vergiftet – sie hat die Welt mit einer Mauer aus Hass umgeben – hat uns im Stechschritt in Elend und Blutvergießen marschieren lassen. Wir haben die Möglichkeit entwickelt, uns mit hoher Geschwindigkeit fortzubewegen, doch wir haben uns selbst eingesperrt. Die Maschinen, die uns im Überfluss geben sollten, haben uns in Not gebracht. Unser Wissen hat uns zynisch, die Schärfe unseres Verstandes hat uns kalt und lieblos gemacht. Wir denken zuviel und fühlen zu wenig. Dringender als der Technik bedürfen wir der Menschlichkeit. Güte und Sanftmut sind wichtiger für uns als Intelligenz. Mit dem Verlust dieser Eigenschaften wird das Leben immer gewalttätiger, und alles wird verloren sein.

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Das Flugzeug und das Radio haben uns näher gebracht. Das innerste Wesen dieser Dinge ruft nach den guten Eigenschaften im Menschen – ruft nach weltweiter Brüderlichkeit – fordert uns auf, uns zu vereinigen. In diesem Augenblick erreicht meine Stimme Millionen Menschen in der ganzen Welt – Millionen verzweifelter Männer, Frauen und kleiner Kinder –, die die Opfer sind eines Systems, das Menschen dazu bringt, Unschuldige zu quälen und in Gefängnisse zu werfen. Denen, die mich hören können, rufe ich zu: Verzweifelt nicht! Das Elend, das über uns gekommen ist, ist nichts als Gier, die vorübergeht, die Bitterkeit von Menschen, die den Fortschritt der Menschheit fürchten. Der Hass der Menschen wird aufhören, Diktatoren werden sterben, und die Macht, die sie dem Volk genommen haben, wird dem Volk zurückgegeben werden. Solange Menschen sterben, kann die Freiheit niemals untergehen.

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Soldaten! Unterwerft euch nicht diesen Gewalttätern, die euch verachten und versklaven, die euer Leben in starre Regeln zwingen und euch befehlen, was ihr tun, was ihr denken und was ihr fühlen sollt! Sie drillen euch, sie päppeln euch auf und behandeln euch wie Vieh, um euch schließlich als Kanonenfutter zu verbrauchen. Unterwerft euch nicht diesen Unmenschen – Maschinenmenschen mit Maschinengehirnen, Maschinenherzen. Ihr seid keine Maschinen! Ihr seid Menschen! In euren Herzen lebt die Liebe zur Menschheit! Hasst nicht. Nur der Unglückliche kann hassen – der Ungeliebte, der Pervertierte!

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Soldaten! Kämpft nicht für die Sklaverei! Kämpft für die Freiheit! Im siebzehnten Kapitel des Lukas-Evangeliums steht geschrieben, das Reich Gottes sei im Menschen – nicht in einem Menschen oder in einer besonderen Gruppe von Menschen, sondern in allen! In euch! Ihr, das Volk, habt die Macht – die Macht, Maschinen zu erschaffen. Die Macht, Glück hervorzubringen. Ihr, das Volk, habt die Macht, das Leben frei und schön zu gestalten – aus diesem Leben ein wundersames Abenteuer werden zu lassen. Lasst uns also – im Namen der Demokratie – diese Macht anwenden – vereinigt euch! Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine gesittete Welt, in der jedermann die Möglichkeit hat zu arbeiten, die der Jugend eine Zukunft und die dem Alter Sicherheit zu geben vermag.

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Die Gewalttäter sind zur Macht gekommen, weil sie euch diese Dinge versprochen haben. Doch sie lügen! Sie halten ihre Versprechungen nicht. Sie werden das nie tun! Diktatoren befreien sich selbst, aber sie versklaven das Volk. Lasst uns nun dafür kämpfen, die Welt zu befreien – die nationalen Schranken niederzureißen – die Gier, den Hass und die Intoleranz beiseite zu werfen. Lasst uns kämpfen für eine Welt der Vernunft – eine Welt, in der Wissenschaft und Fortschritt zu unser aller Glück führen sollen. Soldaten, im Namen der Demokratie, lasst uns zusammen stehen!

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(by Charlie Chaplin in "der grosse Diktator"

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