Aus der Rubrik „Bei den Kindern fängt es an“

SVEN hat wieder einmal sehr treffende und informative Zeilen dazu geschrieben:

Die tieferen Ursachen von Terrorismus und Krieg. Langsame, aber stetige Schritte in Richtung Öffentlichkeit

Posted: 17 Jan 2017 05:12 AM PST

Etwas verspätet habe ich einen Redebeitrag von Dr. Maggie Schauer (Leiterin des Kompetenzzentrums Psychotraumatologie der Universität Konstanz) in der Sendung maybrit illner spezial „Anschlag in Berlin“ vom 20.12.2016 wahrgenommen. Der Redebeitrag in dieser Art ist – in einem großen Medium mit Millionen Zuschauern – nach meinem Wissen quasi einmalig (abgesehen von kleineren Interviews mit Arno Gruen) Sie sagte bzgl. Terrorismus und Krieg:
Ich glaube, wir müssten viel mehr Wert darauf legen, wie es den Menschen geht, die so etwas tun. Wie kommt denn jemand dazu, dass er überhaupt zu so einer Tat schreitet? Und da haben wir einige Untersuchungen gemacht, die uns vielleicht weiterhelfen, als jeder massive Betonblock. (…) Wir haben in verschiedenen Ländern geforscht, in Somalia, im Kongo, wirklich in Gebieten, wo Täter aktiv sind und Zivilisten treffen möchten. (…) Wir haben festgestellt, dass tatsächlich eine Menge Gewalt in der Kindheit dieser Menschen eine große Rolle spielt. Die erleben schreckliche Gewalt selber am eigenen Leib, in den eigenen Familien. Und diese Gewalt, die labilisiert mich mit Angst oder mit wieder mit Gewalt zu reagieren. (…) Mein Statement kann ich hier gleich zu Anfang machen: Wir müssen wirklich auch politisch umdenken. (…) Diese Menschen, die müssen von Anfang an Unterstützung bekommen, untersucht werden und auch Psychotherapie bekommen. Wir müssen unser Geld tatsächlich anders einsetzen.“ Ihr Statement (das sich übrigens auch direkt auf (junge) Geflüchtete bezieht, worauf sie später in der Sendung nochmal zurückkommt) endet ca. in Minute 10 der Sendung. Mensch achte auf den sehr verhaltenden Applaus im Publikum!Bzgl. dieses Redebeitrages ist mir auch ein Kommentar unter dem Titel „Angst? Wut und Abscheu!“ (vom 22.12.2016) von dem Historiker Dr. Rainer Zitelmann aufgefallen. Er schrieb:
Was empfinde ich nach Terroranschlägen? Zuerst Trauer. Und Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen. Aber auch eine Wut, die immer größer wird. Gestern in der Talkshow bei Maybrit Illner räsonierte eine Psychologin wortgewandt über die schlimmen und traumatisierenden Gewalterfahrungen, die diese Terroristen in ihrer Kindheit und ihren Heimatländern erlebt haben. Sie will alle psychotherapeutisch behandeln. Dafür müsse viel mehr Geld her. Arbeitsbeschaffung für sie und ihre Kollegen. Was kriminelle Fanatiker dazu bringt, auf eine Familie mit einer Axt einzuschlagen oder Menschen auf einem Weihnachtsmarkt mit einem LKW zu überfahren, will ich nicht verstehen.“ Nun, wer nicht verstehen will, wird auch keine nachhaltige Prävention auf die Beine stellen können! Wie auch immer…

Erstaunlich und neu ist nicht, dass solche Ansätze keinen Applaus bekommen, sondern eher Kritik ernten (oder nicht weiter besprochen werden, denn keiner in der Talkshowrunde griff die Ausführungen der Expertin auf!). Erstaunlich und neu ist für mich, dass es Forschende schaffen, solche Ansätze vor einem Millionenpublikum unterzubringen und dabei auch ergänzen, dass es ein Umdenken bzgl. Prävention geben muss. Dass sind alles langsame Schritte hin zu einem offenen Bewusstsein bzgl. der tieferen Hintergründe von Krieg und Terror.

Erst kürzlich wurde in einem ZEIT Artikel auf die BKA Studie „Die Sicht der Anderen“ verwiesen. Der Autor schrieb: „Überhaupt ist es nicht eine bestimmte Religion, die Terroristen gebiert. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2010 in einer Studie die Karrieren von Extremisten untersucht. Sie zeigt: Nicht der Glaube macht Menschen  zu Tätern, sondern ihre Erfahrungen in Kindheit und Jugend. Prekäre Lebenslagen, enormer Entwicklungsstress – das ist allen Extremisten gemein. Davon hatte Amri genug.“  Diese BKA Studie wurde zu meinem großen Erstaunen – ich hatte darüber berichtet – auch in einer Sendung von „Hart aber Fair“ relativ breit besprochen. Allerdings ohne auf eine Veränderung von Prävention hinzuweisen und auf verbreitete kindliche Gewalterfahrungen in  „gescheiterten Staaten“ Afrikas und im Nahen Osten. Dies sind alles wie gesagt kleine Schritte.

Irgendwann wird die Zeit reif dafür sein, dass die Menschen verstehen wollen. Meiner Ansicht nach spielt dabei die massive Abnahme von Gewalt gegen Kinder in Europa auf diesem Weg eine entscheidende Rolle (ergänzt durch flächendeckende Psychotherapie von als Kind schwer psychisch verletzten Menschen). Menschen, die sich nicht vor ihrer eigenen Kindheit gruseln und fürchten müssen, werden sich offen und ohne Scheu mit den Kindheiten von Terroristen, Kriegstreibern, wie auch sonstigen Gewalttätern befassen können oder zumindest die öffentliche Besprechung begrüßen.

(Ergänzend ein Hinweis auf einen Artikel, der sich auf die Forschung von Thomas Elbert bezieht, der wiederum viel mit der oben zitierten Frau Schauer zusammenarbeitet): „Gestresste Mütter, ängstliche Kinder„. Darin heißt es gleich zu Beginn: „Trägt die hohe Gewaltbereitschaft in vielen Kulturen und Gesellschaften mit dazu bei, dass sie nicht vorankommen? Für den Traumaexperten Professor Thomas Elbert von der Universität Konstanz ist dieser Gedanke gar nicht so abwegig. Seine Feldstudien legen zusammen mit neuen molekularen Erkenntnissen und Tierexperimenten nahe, dass Gewalterfahrungen der Mutter während der Schwangerschaft sowie Stress und Missbrauch in der frühen Kindheit Gehirne entstehen lassen, die in einer modernen Wissensgesellschaft Probleme haben.“ Auch solche Sätze, zumal im Ärzteblatt veröffentlicht, habe ich in dieser Form bisher selten gelesen. Da tut sich was. Auf diesen Artikel werde ich bei Zeiten noch einmal zum Thema „Geflüchtete aus islamischen  und afrikanischen Ländern“ zurückkommen.)

Die Ursachen der Gewalt gegen Frauen

Langer Text, aber sehr informativ.

Suedelbien

Kürzlich wurde mir von einer Mutter die Frage gestellt, warum Gewalt gegen Frauen so verbreitet ist und auch noch „institutionell“ gefördert bzw. dagegen so wenig getan wird. Auch wollte sie wissen, was dies mit Matrifokalität zu tun hat.

Dazu muss ich ein wenig weiter ausholen und sehr weit in die Menschheitsgeschichte zurück gehen.

Die Menschen in den heutigen Zivilisationen, im Gegensatz zu vielen verbliebenen indigenen Völkern, die es noch auf der Erde gibt, leben seit einigen tausend Jahren in einer Gesellschaftsform, die sich immer weiter von ihrer natürlichen sozialen Lebensweise entfernt. Die Gesellschaftsform heißt Patriarchat, was „Väterherrschaft“ bedeutet, und entstand vor ca. 8000 Jahren am Ende der Altsteinzeit in der Steppe, in Europa mit Beginn der Jungsteinzeit vor 7000 Jahren.

Die Lebensform, in der die Menschheit die längste Zeit ihrer Geschichte existierte, wird heute von den PatriarchatsforscherInnen und -kritikerInnen als matrifokal bezeichnet. Matrifokal bedeutet „Mütter im Zentrum“. Viele benutzen auch…

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Ist deeer dick, Mann….

….ach nee, dick ist er nicht, aber stolze 78cm lang….der Waschzettel von dem neuen Medikament, was ich in der Klinik vorgestern bekam.

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…ist daaaaas dick, Mann….

ja, das ist das neue Medikament, genannt Xigduo, stolze 2,5cm lang….

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Ist diiiiie dick, Mann….oh ja, sie ist  stolze 17cm lang und im Durchmesser ca. 2cm….die Spritze, die ich mir jede Woche geben muss….

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Ist deeer dick, Mann…..neeee, der ist nicht dick, aber süß… 🙂

Hier mit seinem neuen Spielzeug, der blauen gepunkteten Rascheldecke, eine wohlig warme runde Decke, gefüllt mit Raschelfolie und einem Glöckchen, er liebt es und kann stundenlang damit spielen 🙂

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... ich zeige hier immer mal Dinge die ich selbst angefertigt habe, mit denen ich handel oder die mir einfach gefallen. Bei Interesse oder Fragen zu den Sachen, sprecht mich einfach an. Meine Beiträge dienen zur Vorstellung meiner privaten Sachen, bzw. sind Werbung für meine Arbeiten/Produkte https://oldwestleather.hpage.com

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Ich bin nicht perfekt, aber sehr gut gelungen. ;)

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Wunderbar durch Bloggerwelt und über weiter Wiesen Feld, getrocknet Kräuter Duft tut weilen– beschaulich voll mit Kenntniszeilen -Rezepte, Arzenei,Suppentopf, immer weiser Schopf am Kopf– finden viel Geschichten leise, ihren Weg auf wohlbedachter Reise. Ein Garten gar befüllt von Blüten,die wehend zärtlich ein Geheimnis hüten und dieserhalben Trachtens Liebe weben – Einfach Leben

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