Bin ich zu „stur“ oder „verbohrt“ oder was ist ein Testament wert…

Möchte mal eure Meinung hören.

Ich habe ja erzählt, dass ich neulich bei einem älteren Mann zur Sterbebegleitung war. Seine jüngste Tochter war auch da, sie kümmerte sich schon über zwei Jahre um ihren Vater.

Der Mann ist vor zwei Tagen gestorben und schon geht der Stress los. Ein Kollege von mir rief mich gestern an und bat mich, mit der jüngeren Tochter zu reden, sie sei fix und fertig, weil ihre Schwester das ganze Testament ihres Vaters mißachten will. Nun ja, heute im Laufe des Tages werde ich mit ihr sprechen können.

Aber darum geht es mir jetzt gar nicht.

Ich selbst bin so, dass ich auf jedenfall, wenn es irgendwie geht, ein Testament erfülle, ob es mir gefällt oder nicht, ob ich genervt bin, egal.

Für mich ist es der letzte Wunsch eines Menschen und den respektiere ich voll und ganz.

Ich finde es respektlos, wenn jemand sagt „Ach, was soll´s, der ist ja tot und kriegt es nicht mehr mit“.

Wofür macht man dann ein Testament, wenn sich jemand anmasst, dann doch nach eigenem Gutdünken zu agieren? Ja, ich finde es anmassend, ein Testament nicht zu erfüllen, egal worum es sich handelt. Auch wenn es u.U. Zeit und Aufwand bedeutet.

Wie seht ihr das?

Gilt es den Willen eines Verstorbenen zu respektieren oder ist es egal „weil er es eh nicht mehr mitbekommt“?

 

PS: Mein Vater hat sich auch komplett über das Testament meiner Mutter hinweggesetzt, nichts von dem, was BEIDE entschieden hatten, hat er umgesetzt, das hat mich traurig und wütend gemacht 😦

44 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Lehrercafe
    Mai 18, 2017 @ 12:19:37

    Der Wille eines Menschen sollte respektiert werde. Gerade wenn es um Bestattungswünsche oder ähnliches geht, sollte man dem Verstorbenen entsprechen. Erbangelegenheiten bzgl. Sachgegenständen, Geld, anderen Vermögenswerten stehen da sicher auf einem anderen Blatt Papier, wozu man sich als Außenstehender auch kaum äußern kann. Aber alles andere idt unabdingbar zu erfüllen. Ansonsten können wir die Testamentsregularien unserer Gesellschaftsordnung gleich abschaffen. LG Alexa

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    • Ilanah
      Mai 18, 2017 @ 12:27:25

      Bei den Bestattungsangelegenheiten ist es noch recht einfach, denke ich, es sei denn der Verstorbene will in der Kalahari beim ersten Mondschein im Frühjahr verstreut werden oder sowas, was oft schwer umsetzbar ist.

      Aber gerade wenn der Verstorbene z.b. verfügt, dass sein Haus an XY und sein Geld an AB gehen soll, dann finde ich auch, dass man das respektieren sollte und es nicht einfach nach eigenem Ermessen ändern sollte, nur weil es einem lästig ist oder man weder XY noch AB leiden kann.
      Ich habe schon mit einigen darüber gesprochen und jedesmal kam die Bemerkung, das sei eine engstirnige Denke, denn der Verstorbene bekäme es ja wirklich nicht mehr mit 😦

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  2. fraggle
    Mai 18, 2017 @ 12:20:59

    Ich bin kein Spezialist in dem Bereich, aber gibt es denn im vorliegenden Fall keinen ernannten Testamentsvollstrecker? Die sind doch im Allgemeinen dafür da, dass alles umgesetzt wird, was im Testament steht?!

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  3. mrsshahbandar
    Mai 18, 2017 @ 12:32:07

    Die Tochter sollte auf jedenfall sofort zum Notar und einen Erbschein beantragen. Auch ein handschriftliches Testament gilt es zu erfüllen. Am Besten sollte sie das Original mitnehmen. Der Notar weiß ja dann, wie weiter zu verfahren ist.

    Ich persönlich bin auch der Meinung, dass ein Testament IMMER zu berücksichtigen und zu erfüllen gilt.

    Momentan habe ich das hier zuhause ja selber. Meine Mutter hat ihr Testament aber notariell gemacht und auch gerichtlich hinterlegt. So MUSS es ja erfüllt werden.

    Ihren Bestattungswunsch hat sie auch notariell festgelegt und ich hatte für sie, selbstverständlich nach ihren Wünschen, am Anfang ihres KH Aufenthalts, die Bestattungsvorsorge beim Bestatter erledigt.

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    • Ilanah
      Mai 18, 2017 @ 12:34:43

      Ja, das werde ich der Tochter heute mittag auch so sagen.
      Ich finde es völlig daneben, wenn man sich dem letzten Willen widersetzt, nur weil es einem nicht passt. Da frage ich mich wirklich, warum man dann ein Testament macht.

      Aber in Gesprächen mit Bekannten hieß es immer „Ach, sei nicht so stur, der Verstorbene kriegt es ja wirklich nicht mehr mit“. Mich macht sowas traurig und wütend.

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  4. Dieter
    Mai 18, 2017 @ 13:03:17

    Ich finde der letzte Wille, was ja das Testament ausdrückt, sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden.

    Schon aus Achtung des oder der Verstorbenen.

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  5. romantickercarolinecasparautorenblog
    Mai 18, 2017 @ 14:01:46

    Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass ein letzter Wille zu respektieren ist. Jedoch habe ich folgendes Problem: Meine Mutter hat mir gesagt, dass meine drei Jungs sich jeweils ein Schmuckstück, ein Möbel und einen Teppich aussuchen dürfen. Meine Tochter jedoch soll nichts bekommen. Das finde ich ziemlich gemein und unethisch. Gut, sie ist etwas schlampig, was mich nicht stört. Es ist ja ihr Leben. Aber sie ist kein böser Mensch und eine gute Mutter. Ich habe nun beschlossen, dass ich ihr dann einfach eine entsprechende Summe an Geld geben werde und hoffe, dass ihr das eh lieber ist. Sollte sie nach einem Schmuckstück von ihrer Oma fragen, bekommt sie eins von meinen. Da ich selten Schmuck trage, wird das nicht auffallen. Ich werde meiner Tochter auf keinen Fall sagen, welches Versprechen mir aufgebürdet wurde.

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    • Ilanah
      Mai 18, 2017 @ 14:15:43

      Das ist übel 😦
      Gibt es denn einen Grund, warum deine Mutter so entschieden hat? Haben die zwei sich mal gestritten?

      Warum willst du es deiner Tochter nicht sagen? Es wäre ehrlich und sie geht ja nicht leer aus, weil du ihr was geben willst.Ich mache schon vierzig Jahre Sterbebegleitungen,
      und ich finde es traurig wieviel verschwiegen/gelogen wird.
      Nicht selten werden die „Lügner“ später selbst betroffen und stehen ganz hilflos da. Sie ziehen das an, was sie ausgesendet haben.

      Was ich auch erlebe, das ist, dass in den allerwenigsten Fällen ruhig und friedlich abläuft, Kriege um Kleinigkeiten oder ums große Geld, die sind eher die Normalität.
      Ist man selbst betroffen, trifft es einem wie ein Schlag, weil eben keiner darüber spricht und man so denkt, man sei der Einzige, den es so übel trifft.

      Erst als meine Mutter gestorben ist, habe ich erfahren, dass auch sie nichts von ihrer Mutter bekommen hat, nur ihre Schwester erbte, obwohl die sich nie groß gekümmert hat und meine Mutter mit im Haus wohnte und meine Oma versorgt hat. Warum das so ist das weiß ich nicht, weil eben geschwiegen wurde.

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      • romantickercarolinecasparautorenblog
        Mai 18, 2017 @ 14:35:35

        Du bringst mich noch einmal zum Nachdenken. Das finde ich gut. Familiengeheimnisse lasse ich für mich nicht zu. Ich habe nach dem Tod meines Vaters erfahren, dass ich vielleicht eine Schwester habe. Es wurde mir von meiner Mutter strikt untersagt, nach ihr zu suchen, sonst wolle „die“ womöglich was erben. Habe es dennoch getan. Konnte diese Frau jedoch nie finden.
        Nein, sie haben sich nie gestritten. Aber unsere Tochter ist adoptiert. Ich habe meine Mutter auch darauf angesprochen, ob sie sie nicht als Enkelin anerkennt. Das hat sie von sich gewiesen.
        Ich möchte vermeiden, dass meine Tochter sich durch ihre besondere Situation ausgegrenzt fühlt und diese Wahrheit sie ebenso schmerzt wie mich. In gewisser Weise befürchte ich wohl auch, dass eine solche Eröffnung als schlecht machen gewertet wird, da meine Mutter sich stets als liebevolle Oma inszeniert hat, was sie gegenüber den Jungen auch ehrlich meint. Meine Probleme mit meiner Mutter, die Seite, von der ich sie kenne, sind nur meine Probleme, nicht die meiner Kinder. Sie wissen darum, aber sie haben dennoch nichts mit ihnen zu tun.

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        • Ilanah
          Mai 18, 2017 @ 14:54:55

          Familiengeheimnisse finde ich auch fürchterlich, gab es bei uns auch zuhauf. Manches fand ich heraus, manches nicht, die Schweigemauer war dick und hoch.

          Die Wahrheit tut manchmal weh, aber Lügen machen auf die Dauer krank, die Wahrheit heilt, denke ich.

          Die Auffassung, dass adoptierte Kinder „nicht richtig“ sind, ist sehr verbreitet in bestimmten Generationen, zum Glück hat sich das heute ziemlich normalisiert.
          Ich denke, dass deine Tochter es verstehen wird, zumal DU sie ja liebst so wie deine Söhne, und wenn du den Hinweis gibst, dass es eben „ewig-gestrige“ gibt, die noch alten Glaubensmustern anhängen, dann wird sie garantiert keine Schwierigkeiten damit haben.

          Ich selbst habe 12 Pflegekinder, ein Adoptivkind gehabt (sie ist gestorben) dazwischen immer mal Kurzzeitpflegekinder, meine Eltern haben immer, wenn sie gefragt wurden, gesagt, dass ihre Tochter keine Kinder hat, und sie hätten keine Enkelkinder.

          Das führte irgendwann mal dazu, dass ich den Kontakt abgebrochen habe.

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      • romantickercarolinecasparautorenblog
        Mai 18, 2017 @ 14:36:40

        P.S.: In unserer gesamten großen Familie hat es noch nie Erbstreitigkeiten gegeben.

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        • Ilanah
          Mai 18, 2017 @ 14:56:21

          Oder man weiß nichts darüber.
          Früher wurde leider sehr viel verschwiegen.

          PS: Schade, dass du deine Schwester nicht finden konntest. Ihr hättet euch sicher viel erzählen können.

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  6. Wortman
    Mai 18, 2017 @ 14:27:29

    Theoretisch sollte man den letzten Wunsch bzw. das Testament erfüllen, wenn er ehrlich und fair ist…
    Wenn es um Geld, Besitz und Macht geht, hören Freundschaften bekanntlich schnell auf… und Familienbande sowieso…

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  7. mosi
    Mai 18, 2017 @ 15:55:29

    Wenn machbar, respektieren…

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  8. puenktchenundwortgestoeber
    Mai 18, 2017 @ 16:16:18

    Rein rechtlich ist es so , das Testament ist ein Dokument, das egal ob es einem gefällt nicht gefällt oder was immer beachtet werden muss. Das kann man übrigens per Gerichtsbeschluss erzwingen Wer das nicht möchte muss den „letzten Willen“ eben per Gericht anfechten, was ganz und gar nicht einfach ist.
    LG Wortgestoeber.

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    • Ilanah
      Mai 18, 2017 @ 16:23:28

      Ich dachte auch, dass es rechtlich bindend sei.

      Wer nimmt sich schon in so einer Situation einen Anwalt, bzw. denkt daran.
      Ich selbst stand da wie der Ochs vorm Berg als mein Vater alles anders gemacht hat als es meine Mutter wollte.

      Da ging es nicht um Dinge oder Geld, sondern darum, wo und wie sie bestattet werden wollte, meine Eltern sind beide Körperspender, beide hatten vereinbart, dass sie die Urne nicht wollen, auch nicht wissen wollen, wo diese bestatttet wird, also eine anonyme Beerdigung hier an meinem Wohnort. Meine Mutter meinte, dann sei sie wenigstens nah bei mir.

      Dann hat mein Vater nach fast DREI Jahren veranlasst, dass er die Urne bekommt und diese bei sich beerdigt wird. Genau DAS wollte meine Mutter nicht.
      Ich habe ihr versprochen, dass ICH mich nach ihren Vorgaben richte.
      Ich war nicht auf der Urnen-Beisetzung, mein Vater stand vor der Gemeinde und der Verwandtschaft ziemlich blöd da, weil auch die Pastorin, die er auf mich angesetzt hatte, damit sie mich überredet, zu kommen, auf meiner Seite war, und sie erwähnte in ihrer Grabrede, dass meine Mutter gegen ihren Willen und auf Drängen des Ehemannes jetzt hier gelandet sei 😉

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      • puenktchenundwortgestoeber
        Mai 18, 2017 @ 16:46:59

        Na ja da habe ich irgendwie für beide Verständnis. weist es ist schwer den
        Partner zu verlieren und wenn man dann noch nicht mal weis wo der bestattet wurde. das schaffen manche menschen nicht. Du solltest vielleicht überlegen, dein Vater kannte und liebte Deine Mutter vor Dir.und er ist eben älter.
        Sicher Du hast genauso recht , versprochen ist nun mal versprochen, das stimmt. Nur Du hast Deine Familie Deinen Ehemann oder Partner, wen hat Dein Vater jetzt?
        Kinder können auch wenn man sie noch so lieb hat nicht alles ersetzten.

        Testamente sind dafür da das man sie einhält , das sagt allein das Gesetz. nur was willst Du einhalten , wenn zum Beispiel im testament steht Meine Tochter erbt 1 Mio. € und da ist kein Geld?
        Sicher das ist jetzt extrem, aber auch schon vorgekommen. man sollte in Fällen in denen vermutlich Problem auftauchen könnten einen neutralen Testamentsvollstrecker (wie einen Anwalt) bestimmen, der macht dann alles so wie man es vorher hat festgelegt und übergibt den Erben das was ihnen zusteht nachdem er das Testament und alle Verfügungen erfüllt hat.

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        • Ilanah
          Mai 18, 2017 @ 16:56:30

          Meine Eltern haben sich nie geliebt, es war eine reine Zweckgemeinschaft, meine Mutter hat gekocht und den Haushalt gemacht, mein Vater hat das Geld verdient.
          Im Gegenteil, meine Mutter sagte oft, wie sehr sie meinen Vater hasst und umgekehrt war es auch so.

          Die Entscheidung mit der anonymen Bestattung haben beide gemeinsam getroffen, weil ich nicht vor Ort bin und mich nicht um ein Grab kümmern kann, dann kam meiner Mutter der Gedanke, dass es tröstlich sei, ihren letzten Platz in meiner Nähe zu haben.
          Aber mein Vater ließ sich von seiner kath. Sippschaft überreden, denn ohne ordentliche Beisetzung geht es ja nicht.

          Mein Vater hasst mich, so wie er meine Mutter gehasst hat. Er will sogar seine polnische Haushaltshilfe heiraten, damit er mich enterben kann und er sagt sehr oft, dass er hofft, mich zu überleben, damit er MEINE Dinge an die „richtigen“ Leute verteilen kann.
          Leute, die kein gutes Haar an mir lassen, wie zb. die Polin, die ihm täglich erzählt wie faul und verkommen seine Tochter sei, obwohl ich sie beim Tod meiner Mutter vor 8 Jahren das letzte Mal gesehen habe, sie weiß gar nicht, was ich mache und sie hat mich nur zwei, dreimal überhaupt gesehen, kennt mich also gar nicht.

          Und dem Nachbarn will er ein Haus vererben, obwohl der Nachbar mich vergewaltigt hat und ebenfalls kein gutes Haar an mir lässt, nur damit er das Haus bekommt.

          Nein, da fehlt mir jegliches Verständnis.

          Meinem Vater steht es frei, er könnte zu mir kommen, aber das will er nicht, die Polin ist ihm lieber, weil er sie rumkommnandieren kann.
          Meine Mutter habe ich hier bei mir gepflegt nach einem Schlaganfall bis sie zu ihrem Tod, er weiß also, dass ich vieles tun kann.
          Er hat mir ja sogar diktiert, wie ich mein Testament zu verfassen habe….unglaublich!!!

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          • puenktchenundwortgestoeber
            Mai 19, 2017 @ 16:27:03

            Also erben , als Tochter hast Du eine Anspruch auf das Pflichtteil das kann er Dir nicht wegnehmen, das ist die Hälfte vom Erbteil. Von seiten Deiner Mutter steht Dir ebenfalls zumindest das Pflichtteil zu wahrscheinlich allerdings das Erbteil, wenn du einziges Kind bist wäre das die Hälfte des Erbes Deiner Mum. das klärt jeder Anwalt gerne für Dich. Du musst Fristen wahren also Dich beeilen damit.
            Dein Testament kann er nicht bestimmen und Du kannst vererben wem Du möchtest. wenn Du einen Ehemann und /oder kinder hast bekommt er gar nichts. Sonst hat er einen Pflichtteilanspruch , den Rest über den bestimmst Du selber.
            Liebe Grüße
            Wortgestoeber

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            • Ilanah
              Mai 19, 2017 @ 16:36:19

              Mein Anwalt hat mir erklärt, dass meine Eltern ein Berliner Testament hatten. Dabei erbt der Partner, also mein Vater (als meine Mutter starb) und die Kinder bekommen nichts.
              Deshalb will ein Vater seine Polin heiraten und wieder ein Berliner Testament machen, so dass die Polin alles erbt und ich leer ausgehe.
              Da gibt es auch keinen Pflichtteil. Ich könnte natürlich dagegen klagen, aber letztlich würde mich das wahrscheinlich teurer kommen .

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  9. freiedenkerin
    Mai 18, 2017 @ 20:59:50

    Natürlich ist ein Testament bindend und verpflichtend. Ohne jeden Zweifel.

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  10. TeggyTiggs
    Mai 18, 2017 @ 22:00:20

    …ein Testament sollte insofern erfüllt werden, als es den Tod, die Beerdigung usw. des Verstorbenen betrifft…jedoch sollten seine Kinder zu geichen Teilen erben, da sie ohnehin das Vermächtnis seines Lebens weitertragen werden, jedes auf seine Weise…

    …also wird das ungeliebte Kind dann auch noch des finanziellen Erbes beraubt? …ich finde, gleich wie ein Testament ausfällt, die leiblichen Kinder sollten zu gleichen Teilen erben…

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    • Ilanah
      Mai 18, 2017 @ 22:57:00

      Also bräuchte man gleich gar kein Testament zu machen, wenn es um Sachwerte geht? Gesetzliche Erbfolge würde reichen?

      Und der Wille des Verstorbenen zählt nichts mehr?

      Habe mal erlebt wie ein Vater von vier Kindern gestorben ist.
      Im Testament stand, dass die Kinder 1,2 und 3 je ein Drittel des Vermögens bekommen sollten, Kind 4 lediglich den Pflichtteil.
      Kind 4 klagte dagegen.

      Tatsache war, das die Kinder 1-3 nie Geld von ihrem Vater bekommen hatten als er noch lebte, sie hatten gute Jobs, haben sich Häuschen/Wohnung selbst gekauft.
      Kind 4 hatte keine Lust zu arbeiten, lebte bei seinem Vater und von seinem Vater, bekam eine Wohnung geschenkt, Autos nach Bedarf usw.

      Ich fand es nur fair, wie der Vater das Testament verfasst hat. Die Kinder 1-3 haben sich auch einen Anwalt genommen. Leider weiß ich nicht, wie das Urteil des Gerichts ausgefallen ist.

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      • TeggyTiggs
        Mai 19, 2017 @ 06:08:22

        …nein, ich meine, persönliche Dinge können natürlich vererbt werden, große Sachwerte und Geld sollte aber aufgeteilt werden…ich war das erste von drei Kindern und habe das gesamte Trauma meines Vaters abbekommen, Prügel, Vergewaltigung im Alter von drei Jahren, Demütigung ohne Ausnahme, er hat nie…und ich meine wirklich nie…normal oder gar freundlich mit mir gesprochen, meine nächstjüngere Schwester hatte auch Angst vor ihm, sie war aber wenigstens vor Missbrauch und Prügel verschont, die jüngste dann wurde von ihm auf Händen getragen und sie hat allein alles geerbt, er war Millionär, der Vater…ich kann das nicht gerecht finden, auch das Pflichterbe ist mir verwehrt worden, obwohl ich geklagt hatte…und das soll richtig sein?

        Es gibt in dieser Welt keine Gerechtigkeit, und mit Gesetzen kann man auch keine Gerechtigkeit schaffen, weil jeder Fall anders liegt, doch man sollte sich wenigstens darum bemühen…naja, das ist so leicht gesagt, es sind ja einzelne Menschen, die sich auch aneignen, was ihnen nicht zusteht.

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        • Ilanah
          Mai 19, 2017 @ 14:50:22

          Ich kann dich gut verstehen, das weißt du ja.

          Und ich finde es schwer, objektiv zu beurteilen, was gerecht ist und was nicht.

          Sicher bin ich mir dahingehend, dass JEDER einen Grund für sein Handeln hat, oft wissen die Betroffenen und das Umfeld die Gründe gar nicht.

          Bei mir ist es auch so, dass mein Vater alles dran setzt, um mich komplett zu enterben. Klar ist es seine Entscheidung, seine Geld hat er selbst erarbeitet.
          Mir tut es weh. Vor allem, weil er von außen manipuliert wird und es nicht merkt.

          Dennoch denke ich, dass man als Testamentvollstrecker den letzten Willen respektieren sollte, auch wenn es einem nicht gefällt. Sonst ist es das Papier nicht wert auf dem es steht.

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          • TeggyTiggs
            Mai 19, 2017 @ 21:41:02

            …der Testamentsvollstrecker muss eben tun, wozu er da ist…und wie gesagt, vom Leben selber ist sicherlich über lange Zeit Gerechtigkeit zu erwarten…über mehrere Generationen und Inkarnationen…aber einen direkten Ausgleich gibt es oft nicht…und, einen Sinn wird das schon haben, auch wenn wir ihn nicht immer nachvollziehem können…

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  11. BrigitteE Bremen
    Mai 18, 2017 @ 23:40:03

    Das klingt aber gar nicht gut 😦

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  12. vivilacht
    Mai 19, 2017 @ 06:11:52

    warum war ich bisher immer der Meinung dass es voellig klar ist, dass man ein Testament respektiert? Warum sonst macht man ein Testament? Fair sollte es sein, und nicht jemanden voellig uebergehen.
    Aber all dies setzt auch voraus, dass die Familie im Guten lebt einer mit dem anderen.

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    • Ilanah
      Mai 19, 2017 @ 14:54:46

      Das sehe ich auch so, liebe Vivi. Wenn man es nicht respektiert ist es das Papier nicht wert.
      Was fair für den einen ist, das ist es für den anderen noch lange nicht und schon sind Streitigkeiten vorprogrammiert. Streitigkeiten seien eher die Regel als die Ausnahme meinte neulich mein Anwalt.
      Seit ich selbst davon betroffen bin höre ich überall nur solche Horrorstories.

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