Lieblingsessen aus der Kinderzeit

Im Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust sind es die in Tee getunkten Madeleines, die beim Erzähler ein Feuerwerk an Erinnerungen entfachen. Dieses Erlebnis ist für viele gut nachvollziehbar, denn Essen ist in der Kindheit oft mit vielen Emotionen verknüpft, die uns ein Leben lang begleiten.

Das Lieblingsessen eines Kindes ist dabei überhaupt nichts Ausgefallenes, sondern meistens ein einfaches, ganz alltägliches Gericht. Besonders beliebt: Pfannkuchen, Spaghetti oder Milchreis. Was war dein Lieblingsessen? Und was verbindest du damit? Auch wenn es keine konkreten Erlebnisse sind, die du damit verknüpfst (beim Lieblingsessen der Kindheit sind das in der Regel so viele, dass sich kein einzelnes herauspicken lässt), sind die emotionalen Erinnerungen an Gefühle und Stimmungen oder an andere Sinneswahrnehmungen oft umso stärker. Der Geruch deines Elternhauses, der Ausblick aus dem Fenster oder das Geräusch der Stimmen deiner Eltern und Geschwister bei der gemeinsamen Mahlzeit: Marcel Proust übertreibt keineswegs, wenn er beschreibt, wie viele Bilder und Erinnerungen von einem einzigen Bissen in unserem Gedächtnis geweckt werden können. (Quelle: sinnich)

liebl.

Habt ihr auch so ein Gericht, das euch immer wieder an schöne Momente in eurer Kindheit erinnert?

Bei mir ist es frisches Weißbrot mit Butter und Käse, dazu selbstgemachten Kakao. Das gab es bei uns immer Samstags, weil der Bäcker nur am Samstag Weißbrot gebacken hat.

Deshalb war es eine absolute Ausnahme, auch Kakao gab es nur an diesem Tag, Oma, Opa, Mama, Papa und ich saßen um den Tisch und mampften, was das Zeug hielt, und es war mucksmäuschenstill. Ich mochte diese Samstagabende. Manchmal, leider viel zu selten, hole ich mir auch Weißbrot und Käse und koche mir einen echten Kakao 🙂

 

43 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. hatifa
    Mai 24, 2017 @ 11:29:10

    Meins ist Milchreis, aber nur, wie ihn meine Oma zubereitet hat.

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  2. Katzenflüstern
    Mai 24, 2017 @ 11:49:23

    Weißbrot mit feiner Leberwurst. ❤

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  3. kowkla123
    Mai 24, 2017 @ 12:03:02

    meins ist Kartoffelbrei mit Zwiebeln und Ei, beste Grüße auch für heute

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  4. einfachtilda
    Mai 24, 2017 @ 12:08:00

    Meine Oma kochte die weltbeste Möhrensuppe und ich mag sonst keine Möhren, aber dieser Eintopf war Spitze.
    Habe versucht sie mal nachzukochen, ist mir zu 95% gelungen 😋😋☺😋😋

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  5. Ilanah
    Mai 24, 2017 @ 14:03:42

    Ja, das stehen ist dann echt blöd. Das verleidet natürlich auch das Kochen.
    Ich z.b. kann im Sitzen schlecht schnippeln, ich mag es nicht. Auch im Sitzen bügeln geht nicht.

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  6. Reiner
    Mai 24, 2017 @ 14:18:45

    Kartoffelpuffer – Reibekuchen.
    LECKER !

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  7. mosi
    Mai 24, 2017 @ 16:24:29

    Schöne Geschichte von Dir… 🙂
    Das ist aber auch lecker!!!

    Hühnerfrikassé mit Reis, einer zerdrückten gekochten Kartoffel und nem Spritzer Zitrone oben auf und nem Schuss Wocester Sauce… von Oma… ich habe es geliebt!!! Und mir soooooo oft gewünscht…
    Seid meine Oma nicht mehr ist, Gott hab sie seelig, nun mehr 7 Jahre, habe ich es nie wieder gegessen!

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  8. steinfisch
    Mai 24, 2017 @ 16:53:37

    Hefeklöße und Birnen wünschte ich mir als Kind jedes Jahr zum Geburtstag. 😀
    Meine Oma konnte sehr gut kochen! 7 Personen wurden täglich von ihr „bekocht“. 😀

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  9. BrigitteE Bremen
    Mai 25, 2017 @ 15:07:00

    Grüne Bohnen-Specksalat, lauwarm. Hat meine Tante in Berlin gemacht und das Rezept ist mit ihr gestorben 😦
    Ich krieg es einfach nicht so hin 😦
    Aber eine schöne Erinnerung ist es an meine alte Tante Li 🙂

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  10. mrsshahbandar
    Mai 26, 2017 @ 20:21:14

    Gurken mit Milch und Ei. Frag mich nicht. 😉

    Es waren in Scheiben geschnittene Schlangengurken, dazu gestampfte Kartoffeln. Das kam in einen tiefen Teller. Dann kam da warme Milch dazu und Rührei….manchmal auch gewürfelter cross gebratener fetter Speck.

    Ich habe es geliebt und nur die Mutter meines Patenonkel hat es mir gekocht.

    Mit Leni (so hieß sie) verbinde ich eine tolle Kindheit. War meine Mutter eher streng und hatte eine lockere Hand, so war Leni einfach nur lieb. Da gab es selten ein böses Wort und was auf den Hintern sowieso nicht. Sie hat mich so manches Mal vor meiner Mutter „gerettet“. Hinter ihr konnte ich mich verstecken.

    Ich hab viel von ihr gelernt…vor allem Kochen. Das was meine Mutter nicht gekocht hat, hat sie gekocht und mir gezeigt. Meine Mutter konnte nur mit Backpulver backen…bei Leni hab ich das Backen mit Hefe gelernt.

    Ich habe sie geliebt und sie fehlt mir sehr.

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    • Ilanah
      Mai 26, 2017 @ 21:14:39

      Hört sich abenteuerlich an, aber ich mag solche Misch-Masch-Gerichte gerne.
      Sehen nicht schön aus, schmecken aber oberlecker und wenn dann noch die Liebe zu dem, der es gekocht hat, mit dabei ist….perfekt 🙂

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