„Die Folgen unseres Konsums werden wir erst dann bemerken, wenn irgendwann der Ozean vor der Tür steht. Bloß ist es dann eben zu spät.“

Leider sind die meisten so gestrickt, dass man nur mit Verboten weiterkommt….

»[…] Verbietet mir, was ich gerne haben möchte, aber besser nicht haben sollte. Anders ist die Welt nicht mehr zu retten.
… | …
Verbote zu fordern heißt, die Fehlbarkeit des Menschen verstanden zu haben.
… | …
Für die Produktion von einem Kilo Kartoffeln braucht man 100 Liter Wasser, für ein Kilo Rindfleisch 15.000.
… | …
Freiwillig allerdings verzichten die wenigsten.
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Gute Vorsätze funktionieren meist nur vorübergehend, danach siegt die Bequemlichkeit.
… | …
Fleischverzicht ist kein Freiheitsentzug. Und es stellt auch keine unzumutbare Härte dar, mit dem Bus statt mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Oder mit dem Fahrrad.
… | …
Verbietet doch einfach Plastikverpackungen da, wo sie nicht nötig sind! Verbietet überflüssige Autofahrten, indem jeder Bürger nur noch das Recht auf eine bestimmte Menge Sprit hat! Verbietet die Neuzulassung von Autos, die einen bestimmten Verbrauch überschreiten!
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Führt ein generelles Autobahn-Tempolimit von 120 ein! Verbietet auf alte Art erzeugten Strom! Macht Ökostrom zur Pflicht!
*
Und wer sich nicht an die Verbote hält, der wird vor ein Gericht gestellt, genau wie jemand, der Giftmüll im See entsorgt. Verschwendung ist nämlich kein Kavaliersdelikt. Es ist nicht in Ordnung, alles an sich zu raffen, nur weil es greifbar ist. Niemand hat das Recht, sich mehr zu nehmen, als er braucht.
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Jeder Bürger bekommt jährlich ein CO2-Guthaben, das ihm einige Verbrechen gegen die Natur erlaubt, wofür er dann aber andere unterlassen muss. Kaufe ich mir einen neuen Fernseher, oder fliege ich lieber auf die Malediven? Esse ich das argentinische Steak, oder mache ich einen Ausflug mit dem Motorrad? Aufstocken kann man dieses Guthaben nicht mit Geld, sondern nur, indem man etwas dafür tut. Den Wald vor der Haustür von Müll befreien zum Beispiel. Oder von mir aus auch eigenhändig einen Baum pflanzen, statt irgendwo einen pflanzen zu lassen.
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zum Weiterlesen HIER klicken

Sebastian Dalkowski | DIE ZEIT | 23.02.2017 | Konsumverhalten – Ich will Verbote! | http://www.zeit.de/2017/07/konsumverhalten-nachhaltigkeit-vernunft-verschwendung-bequemlichkeit/komplettansicht

Quelle: „Die Folgen unseres Konsums werden wir erst dann bemerken, wenn irgendwann der Ozean vor der Tür steht. Bloß ist es dann eben zu spät.“

3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Hedwig Mundorf
    Jul 10, 2017 @ 20:15:09

    Verbotene Früchte schmecken gut, also kann ich den Beitrag so nicht unterschreiben,obwohl viel Wahrheit darin steckt.

    Gefällt mir

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  2. Reiner
    Jul 10, 2017 @ 21:44:47

    Gute Absicht und wahre Argumente. Nur – mit Verbote allein geht es nicht. Herzen wollen gewonnen werden …

    Gefällt mir

    Antwort

  3. Smamap
    Jul 11, 2017 @ 18:20:15

    Find ich gut … das alles. V.a. auch die Sache mit dem CO2-Guthaben. Die ersten beiden Kommentare finde ich insofern typisch, als sich immer Argumente finden lassen, warum es gerade SO nicht funktionieren wird. Jedoch EINS ist völlig klar: Man kann es drehen und wenden, wie man will …. ohne Verbote, die konsequent durchgesetzt werden, wird es nicht gehen. Sich dann darüber auszulassen, dass es darüber eh nicht gegangen wäre, hilft genau NICHTS, wenn der Ozean vor der Tür steht. Der Punkt ist, dass es dann 30 Jahre zu spät ist. 30 Jahre, in denen man auf die Einsicht der Menschen wartete.

    Gefällt 1 Person

    Antwort

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