Nachdenklich…

Der gestrige Tag hat mich nachdenklich gemacht.

Zuerst das Entdecken des „Platz der vergessenen Kinder“ und dann war ich noch auf der Post in meinem alten Kiez. Der Mann hinter dem Schalter wirkte müde und abgekämpft. Eine ellenlange Schlange von Kunden warteten darauf, endlich ihr Anliegen vortragen zu können. Bis auf die Straße standen sie an. Ja, es war zur Feierabendzeit, da war das wohl normal, wie mir der Mann hinterm Schalter bestätigte.

Früher wäre es morgens am meisten Arbeit gewesen, aber seit Jahren staute es sich um die Feierabendzeit, also kurz vor Toresschluß. Er seufzte tief und meinte, dass sie öfter einen Schutzmann holen mussten, weil die Kunden handgreiflich und aggressiv wurden, wenn sie nicht mehr reingelassen wurden. Dabei würden sie es schon nicht so genau nehmen und hätten meist länger auf, aber irgendwann sei es mal genug.

Er sagte traurig, ich weiß nicht, was da in den Menschen passiert ist, sie werden immer ungeduldiger, aggressiver und übergriffiger als sie es je waren. So etwas habe es zu seinen Anfangszeiten nicht gegeben.

Ja, so sehe ich das auch, kaum jemand oder etwas wird noch respektiert.

Da zählt nur noch ICH ICH ICH……der Rest hat zu spuren 😦

Ich wünschte dem Mann einen sehr schönen und entspannenden Abend und er winkte und sagte „kommen Sie gerne wieder“ 🙂

Beim Rausgehen drängelte sich eine Frau an mir vorbei, schubste mich zur Seite dabei und trat mir auf den Fuß….wie passend zu dem Gespräch, dachte ich und sagte laut….oh entschuldigen Sie bitte, dass ich meinen Fuß so unachtsam vor Sie gestellt habe, ich hoffe, ihr Schuh wurde nicht dreckig gemacht durch meinen Fuß….offener Mund, nicht sehr freundliches Gemurmel waren die Reaktionen….

Ich ging leicht schmunzelnd meines Weges 🙂

Platz der vergessenen Kinder….

Bei meinem kleinen Ausflug gestern fiel mein Blick auf das Schild „Platz der vergessenen Kinder“.

Das Schild befand sich in meinem alten Kiez, wo ich fast 30 Jahre gewohnt habe. Da es für mich neu war, recherchierte ich im WWW, was es damit auf sich hat und stieß auf eine traurige Geschichte:

Keine Sicherheiten im Leben

1934 kam das Mädchen zur Welt. 1939 flohen ihre Eltern mit den drei älteren Geschwistern vor den Nazis in die USA. Hilde Betty, damals fünf Jahre alt, wurde wegen einer Sprachbehinderung die Einreise verweigert. Abgeschnitten von ihrer Familie kam sie zuerst in ein Kinderheim am Röderbergweg im Ostend und später in das jüdische Kinderhaus an der Hans-Thoma-Straße 24. Am 15. September 1942, zwischen 12 und 14 Uhr, trieben sie Mitglieder der Gestapo erst zur Großmarkthalle. Später wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Im Alter von zehn Jahren wurde sie 1944 im Konzentrationslager Auschwitz umgebracht.

„Die Geschichte dieses Mädchens ist kaum auszuhalten. Sie hatte keine Sicherheiten in ihrem Leben“, sagt Natascha Schröder-Cordes. Die Organisatoren haben ein Bild des Mädchens mitgebracht. Sie gedenken mit Musik und Gebeten. Ein Religionskurs der neunten Klasse der benachbarten Schillerschule verliest die Namen und das Alter der Opfer. „Diese Menschen haben in unserer Nachbarschaft gewohnt. Wir sollten uns an sie erinnern und an ihr Leid denken“, sagt die 14-jährige Sophie.

Es herrscht betretenes Schweigen auf dem kleinen Platz an der Kreuzung von Hans-Thoma-Straße und Gartenstraße. Wenige Meter entfernt stand einst das Kinderhaus des Israelitischen Frauenvereins. Vor genau 72 Jahren, am 15. September 1942, haben die Nazis die etwa 50 jüdischen Kinder und Betreuer der Einrichtung deportiert, zuerst in die Großmarkthalle, von dort in das Konzentrationslager Theresienstadt. Nur drei von ihnen überlebten.

Das Schweigen hält nicht an. Am Montag haben Frankfurter zum dritten Mal der Opfer gedacht. Geladen haben die Maria-Magdalena-Gemeinde und die Initiative Stolpersteine. Die Geschichten machen betroffen, die die Organisatoren Pfarrer Volker Mahnkopp, Natascha Schröder-Cordes und Bärbel Lutz-Saal erzählen. Es sind Geschichten, wie die von Hilde Betty Thalheimer.

Am 15. September 1942 haben die Nazis etwa 50 jüdischen Kinder und Betreuer des Kinderhauses deportiert. Bürger wünschten sich nun eine dauerhafte Gedenkstätte mit den Namen der Opfer.

Quelle

So entstand dann dieser Platz, der an diese Kinder erinnern soll. Als Sinnbild steht hier der sog. Dreidel

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... ich zeige hier immer mal Dinge die ich selbst angefertigt habe, mit denen ich handel oder die mir einfach gefallen. Bei Interesse oder Fragen zu den Sachen, sprecht mich einfach an. Meine Beiträge dienen zur Vorstellung meiner privaten Sachen, bzw. sind Werbung für meine Arbeiten/Produkte https://oldwestleather.hpage.com

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Wunderbar durch Bloggerwelt und über weiter Wiesen Feld, getrocknet Kräuter Duft tut weilen– beschaulich voll mit Kenntniszeilen -Rezepte, Arzenei,Suppentopf, immer weiser Schopf am Kopf– finden viel Geschichten leise, ihren Weg auf wohlbedachter Reise. Ein Garten gar befüllt von Blüten,die wehend zärtlich ein Geheimnis hüten und dieserhalben Trachtens Liebe weben – Einfach Leben

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