Sich die Realität zurechtbasteln…

Das tun viele, ich selbst kenne mindestens fünfzig, eher mehr, Leute, die sich die Wahrheit zurechtbiegen, bis sie ihnen in den Kram passt.

Einst sagte der Meister zu seinen Schülern: „Ihr hört nicht zu, um etwas zu entdecken, sondern um in meinen Worten etwas zu erken- nen, was eure eigene Meinung festigt. Ihr argumentiert nicht, um die Wahrheit zu finden, sondern um eure eigenen Ideen zu bestätigen.“
Und um zu erklären, was er damit sagen wollte, erzählte der Meister folgende Geschichte: Ein König kam einst eine kleine Stadt und sah überall die Spuren eines ausgezeichneten Bogenschützens. Auf Bäumen, Mauern und allen Arten von Wänden waren mit Kreide konzentrische Kreise gezeichnet und genau im Mittelpunkt der Kreise sah der König die Einschusslöcher von Pfeilen.
Er fragte die Einwohner, wer denn dieser Meisterschütze sei. Man zeigte ihm einen zehnjährigen Jungen.
„Das ist doch unglaublich,“ sagte der König, „wie ist es denn möglich, dass du in deinem Alter schon ein so ausgezeichneter Schütze bist?“ „Ach, das ist ja ganz einfach,“ erklärte der Junge. „Erst schiesse ich und dann zeichne ich die Kreise.“
„Und, meine lieben Schüler,“ fragte der Meister, „ist dies nicht auch die Art und Weise, wie ihr euren Weg geht, um so an euren Überzeugungen und Ideen festzuhalten.“ 

Weil mir danach ist…

Eine Schande…

300kg!!!!!! Obst und Gemüse werden PRO TAG und PRO TERMINAL in den USA geschreddert…

Grauenvoll angesichts der vielen Menschen, die verhungern 😦

Wer viel reist, hat vermutlich schon mal erlebt, dass Reisende ihre Koffer öffnen mussten und ihnen Sachen abgenommen wurden. Meist handelt es sich dabei um frische Lebensmittel,  Obst und Gemüse, manchmal aber auch Fisch, Fleisch oder Milchprodukte.

Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, was mit diesen Lebensmitteln danach passiert?

HIER zum Weiterlesen.

Quelle

Gedanken zum Rassismus

Sehr gute Gedanken zum internationalen Tag gegen Rassismus.
Es fängt alles in unserem eigenen Kopf an.

Oh Göttin

Heute ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Am 21. März 1960 demonstrierten rund 20.000 Menschen im südafrikanischen Sharpeville gegen das damalige Apartheid-Regime. 69 Demonstrierende wurden an diesem Tag von der Polizei erschossen, mindestens 180 weitere verletzt. 1966 ernannte die UNO den 21. März zum Internationalen Tag gegen Rassismus.
Mir wird ganz schwindlig, wenn ich mir im Web die unterschiedlichsten Definitionen

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Alle ist relativ…

In einem Ö1-Beitrag habe ich vor kurzem gehört – und das hat mich selbst erstaunt – dass die allermeisten Menschen auf dieser Erde in jenem Land wohnen, in dem sie geboren sind. Nur 3,3 % der Weltbevölkerung lebt in einem anderen Land als im eigenen Geburtsland. Und wieder nur 8% von diesen 3,3% sind geflüchtete Menschen. Und da reden die Medien und die Politik von „Flüchtlings-Wellen“!

Gefunden HIER.

Kennen Sie das Fräulein noch?

Diese Frage wurde mir am Donnerstag gestellt als ich in der Stadt auf die Straba wartete.

Ich schaute etwas entgeistert in die Richtung aus der die Stimme kam. Ein Mann, etwa in meinem Alter, der in einem Grüppchen von festlich gekleideten Leuten stand schaute mich fragend an. Ich zuckte die Schultern, weil ich nicht wußte, was er genau meinte.

Außerdem waren die Leute leicht angeschickert, sie kamen wohl von einer Feier oder sowas. Er holte also nochmal tief Luft und meinte „Sie sind doch etwa in meinem Alter, da müssen Sie doch das Fräulein noch kennen, nicht wahr?“

Ich verstand immer noch nicht so richtig, also antwortete ich „Ich bin zwar keine 20 mehr, aber das Fräulein vom Amt kenne ich nicht mehr.“

Er lachte und sagte „Nein, dieses Fräulein meinte ich nicht, kennen Sie denn das Fräulein nicht mehr?“

Ich erwiederte „Naja, meine erste Lehrerin hieß Fräulein Fischer, aber sonst weiß ich nicht, was Sie meinen“

Er dann „Na, ich meine doch die Anrede „Fräulein“, die müssen Sie doch noch kennen.“

ACH SOOOOOOO!!!!!! Da war doch früher was…..ich erinnerte mich….

Und ich sagte ihm, dass ich das „Fräulein“ sehr wohl noch kenne und dass ich es immer gehast habe. Und daß ich immer, wenn ein Mann mich mit „Fräulein“ angesprochen hatte stets die Antwort parat hatte „Ja, bitte, Herrlein?“

Irgendwann habe ich überhaupt nicht mehr reagiert, wenn jemand Fräulein L. zu mir sagte.

Dann fragte der Mann mich, ob ich denn die Sufragetten kennen würde……aber KLAAAAR doch!!!!

sufr.

Und ob ich es nicht fürchterlich fände, dass es im Land der Sufragetten das Fräulein noch gäbe. Überhaupt gäbe es das Fräulein in anderen Ländern immer noch….und er zählte auf „Miss“….“Signorina“…..

Ja, antwortete ich seufzend, es hat bei uns ja auch eine halbe Ewigkeit gedauert, bis das Fräulein ausgemerzt war, aber die anderen Länder machen sich keine Gedanken darum.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls froh, dass es beu uns KEIN Fräulein mehr gibt. 🙂

Mit solchen Unterhaltungen kann man sich die Wartezeit an der Haltestelle auch vertreiben…..lach… 😉

Frühling!!!

Hach….heute ist FRÜÜÜÜHLINGSANFANG!!!!! *freu*

Oh Göttin

Viele von uns haben in der Schule noch gelernt, dass der Frühling am 21. März beginnt. Jetzt müs­sen unse­re Schul­bücher aber um­ge­schrieben wer­den, denn seit 2012 wird im ge­sam­ten 21. Jahr­hun­dert der Früh­ling nicht mehr am 21. März begin­nen.
Ab 2048 kommt es auch öfter vor, dass der Ka­le­der-Frühling so­gar schon am 19. März beginnt.
Wenn der Frühling das nächste Mal astro­no­misch am 21. März beginnt, wer­den wir be­reits das Jahr 2102 schrei­ben.
Grund für diese Verschiebung:
Der gregorianische Kalender, der unsere Zeit einteilt, zählt 365 Tage: Diese An­zahl deckt sich aber nicht ganz mit

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Eine Stadttaube über Lügen und Gleichgültigkeit. Ihr offener Brief an die Verantwortlichen!

Tauben sind auch Lebewesen, und sie wurden von Menschen so gemacht, wie sie heute sind.

Gutes Karma to go ®

Lieber Stadtrat, lieber Taubenhasser,

Du entscheidest über mein Leben. Du bestrafst die Menschen, die mich füttern und verurteilst mich damit zu einem qualvollen Tod.

Ich weiß, dass Du das nicht sonderlich bedauerlich findest aber würde man in deiner Stadt Hunde oder Katzen so behandeln, wie mit uns Stadttauben verfahren wird, gäbe es empörte Proteste unter den Tierfreunden.

Seltsamerweise registriert kaum jemand, dass wir jeden Tag ums Überleben kämpfen. Deshalb stört sich niemand daran, dass wir auf deine behördliche Anordnung elend verhungern, dass wir wie Ungeziefer von jedem verscheucht und gejagt  werden dürfen. Die meisten meiner Freunde sind wie ich geschwächt und abgemagert. Viele von uns leiden still, mit grauenhaften Verletzungen und verkrüppelten Beinen. Wir alle sind jeden Tag verzweifelt auf der Suche nach etwas Futter.

Wir Tauben sind keine Wildtiere. Hat dir das nie jemand erzählt?

Wie Hunde und Katzen sind wir Haustiere oder deren Nachkommen. Das haben wir uns nicht…

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Es wurde umdisponiert…

Eigentlich wollten ein Nachbar und ich ja heute in die Begegnungsstätte hier um die Ecke gehen, um den Versammlungsraum zu besichtigen.

Gestern mittag klingelte der Nachbar aber und meinte, dass für Samstag zum kurdischen Neujahrsfest eine Großdemonstration geplant sei, die an uns vorbeiführt und die Abschlußkundgebung genau vor unserer Nase stattfinden soll. Die Polizei hat natürlich auch wieder massive Präsenz angekündigt.

Also sind wir gestern zur Begegnungsstätte gedackelt.

Sehr nette Leute, ein schöner Raum, der groß genug ist, um 100 Leute und mehr unterzubringen., ebenerdig, nur fünf Fußminuten von hier entfernt, so können auch die älteren Leute gut dorthinkommen.

Weil die Sonne gerade so schön schien beschlossen wir noch einen Abstecher in eine neueröffnete Lokalität zu machen, um sie zu begutachten.

Mein Nachbar hatte die Straße verwechselt, und ich mit meinem nicht verhandenen Orientierungssinn habe uns in die entgegengesetzte Richtung geführt….d.h. wir liefen kreuz und quer durchs Viertel, um endlich mal des Nachbarn Smartphone zu bemühen, um uns zu orientieren, wir konnten feststellen, dass die Lokalität nur einige Schritte von der Begegnungsstätte entfernt ist…..grummel….

Nunja, letztlich ind wir angekommen und haben uns in angenehmer Umgebung und unter netten Leuten eine Kartoffel-Kichererbsen-Suppe und Handkäs mit Musik schmecken lassen. Und wir werden den Laden auf jedenfall weiterempfehlen.

Heute werde ich wohl nicht rausgehen, ich habe keine Lsut auf die Demo.

Nein zur Diktatur – Ja zu Demokratie und Freiheit: Das ist das Motto der zentralen Kundgebung zum kurdischen Neujahrsfest in Frankfurt. Es werden etwa 20.000 Teilnehmer erwartet. Die Polizei ist mit einem großen Aufgebot im Einsatz.

Das kurdische Neujahrsfest steht in diesem Jahr unter dem Eindruck der innenpolitischen Entwicklung in der Türkei. Die zentrale deutsche Feier des kurdischen Neujahrsfests Newroz am Samstag in Frankfurt dürfte daher diesmal besonders politisch ausfallen. In der Ankündigung der Organisatoren hieß es, die entschlossene und gemeinsame Verteidigung von Freiheit und Demokratie sowie „ein klares Nein zu Krieg und Diktatur“ stünden im Mittelpunkt.

Zwei Demonstrationszüge

Vor der eigentlichen Newroz-Feier wollen die Teilnehmer in zwei Demonstrationszügen durch die Stadt laufen: Beide starten um 10 Uhr, einer an der Alten Oper, einer an der Bockenheimer Warte. Anschließend treffen sich die Teilnehmer an der Mainzer Landstraße und laufen von dort Richtung Europaviertel.

Quelle

Aus der Ruprik: In der Kindheit fängt es an…Die sechs wahren Ursachen von Sucht…

Die wahre Ursache von Sucht geht auf diese 6 Erlebnisse aus der Kindheit zurück

Veröffentlicht: 25/01/2017 12:46 CET

Wenn wir die Frage stellen, was die Ursache für Drogensucht ist, würden viele Menschen wahrscheinlich antworten: “Na selbstverständlich Drogen!”

Diese tiefe Überzeugung ist der Grund für einen weltweiten und jahrzehntelangen Krieg gegen Drogen, der in vielen Ländern bis heute andauert.

Die wahre Ursache von Sucht ist jedoch nicht die Droge an sich – es ist vielmehr eine schmerzhafte Erfahrung, die ein Ungleichgewicht im Leben auslöst. Und diese schmerzhafte Erfahrung lässt sich zumeist auf Erlebnisse in der Kindheit zurückführen. Am häufigsten trifft das auf emotionalen und körperlichen Missbrauch zu, aber es gibt auch weniger offensichtliche Auslöser. (Mehr dazu oben im Video)

“Nicht alle Abhängigkeiten haben ihren Ursprung in Missbrauch oder Traumata, aber ich bin überzeugt, dass sie alle auf schmerzhafte Erfahrungen zurückgeführt werden können”, sagte Gabor Maté, ein kanadischer Arzt, der sich seit Jahrzehnten mit Sucht und der Bekämpfung von Abhängigkeiten beschäftigt.

Schmerz im Zentrum der Abhängigkeit

Maté glaubt, dass Schmerz im Zentrum jeder Abhängigkeit steht – egal, ob es Drogensucht, Internet-Abhängigkeit, Spielsucht, Kaufsucht, Magersucht oder Sucht nach Arbeit ist.

“Die Wunde mag nicht sehr tief erscheinen und der Schmerz nicht unerträglich – vielleicht ist die Verletzung sogar vollkommen verborgen – aber sie ist da”, sagte Maté.

Und wer Schmerz empfindet, der wird versuchen, diesem Schmerz zu entkommen.

Sucht ist die Krebserkrankung der Seele

“Wer seelisch belastet ist, sucht nach Entlastung und findet diese unter anderem in Alkohol, Drogen oder Medikamenten”, schreibt Psychotherapeut Ralf Schneider

Das bedeutet aber nicht, dass jeder, der eine schmerzhafte Erfahrung in der Kindheit gemacht hat, später auch eine Abhängigkeit entwickelt. Jeder Mensch geht mit Verletzungen ein wenig anders um.

Es gibt jedoch Erlebnisse in der Kindheit, die Schmerz verursachen und dadurch Abhängigkeiten begünstigen. Sie können frühzeitig von Eltern vermieden werden, indem sie sich bewusst machen, dass bestimmte Erziehungsmethoden Schaden verursachen.

6 Erlebnisse in der Kindheit, die Schmerz auslösen:

1. Die fehlende Befriedigung von Grundbedürfnissen

Geborgenheit, Schutz und Liebe sind ebenso wichtige Grundbedürfnisse von Babys und Kleinkindern wie Hunger und Durst. Werden sie nicht befriedigt, gerät das Kind in eine Notsituation: Es ist schließlich von den Eltern abhängig und es hat nur seine Stimme und möglicherweise noch keine Sprache, um sich mitzuteilen.

Wenn Eltern ihre Kinder zum Beispiel schreien lassen – etwa, weil sie glauben, dass Babys so lernen, allein einzuschlafen (was nicht der Fall ist – die Babys haben nicht aus der Erfahrung gelernt, sie haben schlichtweg aufgegeben), können sie damit unwissentlich erheblichen Schaden anrichten.

 

Das Schreienlassen hat keinerlei pädagogischen Wert

Babys und Kleinkinder sind geistig noch nicht weit genug entwickelt, um logische Schlussfolgerungen aus dem Verhalten ihrer Eltern zu ziehen. Sie weinen nicht, um ihre Eltern zu ärgern oder zu manipulieren, sondern weil sie irgendein Problem, irgendein Bedürfnis haben.

Viele Kinder fühlen sich nur in der Nähe ihrer Eltern sicher genug, um einschlafen zu können. Denn genau da, in der Nähe ihrer Eltern, sind Kinder nunmal am sichersten aufgehoben und aus Sicht der Evolution am besten geschützt.

Schreienlassen schädigt Körper und Seele

Wenn das Kind also weint, dann ruft es nach seinen Eltern. Reagieren die Eltern jedoch nicht darauf, entsteht Stress. Das Hormon Cortisol wird vermehrt ausgeschüttet. Dies kann Experten zufolge das zentrale Nervensystem sowie die Gehirnentwicklung beeinträchtigen. Und neben diesen körperlichen Auswirkungen bleiben natürlich auch die Seelischen nicht aus.

Wenn Kinder das Gefühl haben, so viel schreien zu können, wie sie wollen und doch nicht gehört zu werden, entstehen Schmerz und Unsicherheit, in besonders schlimmen Fällen sogar Traumata.

Bindungsprobleme, Schlafstörungen, Ängste und Depressionen können mögliche Folgen sein. Aber auch Abhängigkeiten und Süchte.

Schwere Versagungen in der Befriedigung von Grundbedürfnissen, die Dauerstress und Hilflosigkeit hervorbringen, können sich laut Schneider auf die Bereitschaft zum Drogenkonsum auswirken. In der “Suchtfiebel” schreibt er: “Offensichtlich erzeugt der frühe Stress eine Veränderung im Gehirn.”

2. Die Erfahrung, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist

Fast alle Eltern würden voller Überzeugung behaupten, dass sie ihr Kind bedingungslos lieben. Es sind jedoch vergleichsweise wenige, denen das wirklich und in letzter Konsequenz gelingt.

“Es gibt ganz wenige Kinder auf der Welt, die das Glück hatten, um ihrer Selbst willen geliebt zu werden”, sagte der bekannte deutsche Hirnforscher Gerald Hüther der Huffington Post.

Dabei ist genau das aus seiner Sicht die Grundvoraussetzung für eine glückliche Kindheit:

“Ein Kind muss spüren, dass es so wie es ist richtig ist. Dass es um seiner Selbst willen und bedingungslos geliebt wird. Das ist die wichtigste Erfahrung, die jedes Kind braucht”, sagte Hüther der HuffPost.

Mehr zum Thema: Ein Hirnforscher erklärt: Das ist das Geheimnis einer glücklichen Kindheit

Zuneigung im Tausch gegen Gehorsam

Kinder sind dann am glücklichsten, wenn sie nicht das Gefühl haben, sich anstrengen zu müssen, um von ihren Eltern geliebt zu werden.

Viele Kinder haben jedoch das Gefühl, dass ihre Eltern sie mehr lieben würden, wenn ihre Schulnoten besser wären. Oder wenn sie immer artig und hilfsbereit wären, nie widersprechen oder in Wut ausbrechen würden.

Es ist leider bis heute eine gängige Erziehungsmethode, Kinder mit Zuneigung zu belohnen, die sich so verhalten, wie ihre Eltern (oder auch Lehrer, Erzieher) das gerne hätten. Und die meisten Erwachsenen meinen das nicht einmal böse – ihnen ist schlichtweg nicht bewusst, dass dieses Verhalten extrem verletzend ist.

Ein Kind, das spürt, dass es nicht bedingungslos geliebt wird, hat ein sehr großes Problem. Denn Kinder sind von der Zuneigung ihrer Eltern abhängig – das hat die Natur so vorgesehen.

Das empfindliche Band der Liebe

Aus diesem Grund kommen sie bereits mit einem sicheren Band des Vertrauens und der Verbundenheit zu ihren Eltern zu Welt. Weil sie ihre Eltern lieben und sie brauchen, sind Kinder bereit, alles zu tun, um ebenfalls geliebt zu werden, damit sie sich weiterhin auf den Schutz und die Fürsorge der Eltern verlassen können.

Doch diese besondere Verbindung, dieses natürliche Band des Vertrauens zwischen Eltern und Kind, ist empfindlich.

“Wenn ein Kind zum Objekt elterlicher Erwartungen, Wünsche, Ziele, Vorstellungen oder Maßnahmen gemacht wird, dann zerreißt dieses Band zu den Eltern”, sagte Hüther. “Und das geht mit einem großen Schmerz einher.”

Der Schmerz des unvollkommenen Kindes

Dieser Schmerz ist sogar messbar. In wissenschaftlichen Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass dies derselbe Schmerz ist, den der Körper auch bei physischem Schmerz signalisiert. Es werden dieselben Bereiche im Gehirn aktiviert, die auch betroffen sind, wenn wir körperliche Schmerzen erleben.

Diesen Schmerz, der entsteht, wenn wir als Kind das Gefühl haben, nicht vollkommen zu sein, verarbeitet jeder Menschen anders.

Manche Menschen werden ihr Leben lang versuchen sich anzustrengen, um geliebt und akzeptiert zu werden. Andere werden sich möglicherweise mit schmerzlindernden Substanzen behelfen.

3. Ein überfürsorgliches Verhalten der Eltern, das zu Verunsicherung führt

“Wenn man Suchtkranke rückblickend fragt, welche seelischen Ursachen ihr Substanzkonsum gehabt hat, erhält man unzählig viele plausible Antworten. Überrepräsentiert scheinen diejenigen zu sein, die sich nicht trauen, Risiken einzugehen, die sich ‘Mut antrinken’ oder ihre Hemmungen durch Drogenkonsum herabsetzen, die also Angst verringern”, schreibt Schneider in der “Suchtfiebel”.

Die Bereitschaft, Risiken einzugehen und furchtlos auf Herausforderungen zuzugehen, wird zu großen Teilen in der Kindheit geformt.

Kinder müssen hinfallen dürfen

Kinder müssen unbeaufsichtigt spielen, sie müssen sich sogar in gewissem Maße in Gefahr begeben, um zu erkennen, wo ihre eigenen Grenzen liegen.

“Es kann kein Kind lernen, wie man aufsteht, wenn es nie hinfällt. Es kann kein Kind laufen lernen, wenn ihm die Steine weggeräumt werden”, sagte Gerald Hüther der HuffPost.

So schwer es auch fällt – man tut einem Kind wirklich keinen Gefallen, wenn man es vor jeder Gefahr beschützt.

Mehr zum Thema: An alle überfürsorglichen Eltern: Was tut ihr euren Kindern an?

4. Der Mangel an freiem Spiel, der zu Fantasielosigkeit führt

Eine lebhafte Fantasie könnte ein sehr effektiver Schutz vor der Entwicklung von Suchtkrankheiten sein. Zu dieser Erkenntnis kommt Eckhard Schiffer, Autor der Bestsellers “Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde”.

Bei seiner jahrelangen Arbeit mit Suchtkranken stellte Schiffer fest, dass Öde und Langeweile Vorboten späterer Abhängigkeiten sein können. Viele Patienten würden Suchtmittel benutzen, um einer inneren Leere zu entkommen.

Und diese Öde und Langeweile entsteht aus seiner Sicht durch einen Mangel an Fantasie, die wiederum auf einen Mangel des freien Spiels in der Kindheit zurückgeht – ein Problem, von dem heute immer mehr Kinder betroffen sind.

Der Angriff auf das freie Spiel

Das freie Spiel wird durch zwei entscheidende Entwicklungen beeinträchtigt: Zum einen bleibt Kindern immer weniger Zeit zum Spielen, weil viele Eltern wollen, dass ihre Kinder neben der Schule in Sport-, Musik- oder Sprachkursen weiter gefördert werden.

Zum anderen wird heute immer mehr in das kindliche Spiel eingegriffen, sodass es seine Spontanität und Regellosigkeit verliert; Es wird weniger um des Spielens Willen gespielt und mehr, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Wir greifen viel zu häufig in das kindliche Spiel ein, indem wir organisieren, zeigen, “wie es besser geht”, erklären, dass Bäume grüne und nicht blaue Blätter haben.

Kreativität schützt den Geist

Kreativität und Fantasie entstehen jedoch genau da, wo das Kind frei sein darf. Wo alles erlaubt und alles möglich ist. Ein Kind, das ausreichend spielen darf, wird sich nicht langweilen. Es wird immer neue Möglichkeiten finden, sich zu beschäftigen und dafür braucht es nicht einmal Spielzeug.

Die so gewonnene Kreativität wird ihm ein Leben lang helfen, Lösungen für die komplexesten Probleme zu finden. Um die Ecke zu denken, sein Denken nicht durch andere einschränken zu lassen. Und sie wird es vor der Öde und Leere bewahren, die Abhängigkeit und Sucht – und sei es “nur” eine Konsumsucht, Kaufsucht oder Spielsucht – begünstigt.

5. Das Leistungsprinzip unserer Gesellschaft, dem Kinder unterworfen werden

Was Kinder heute leisten müssen, ist enorm. Schule um acht Uhr morgens, Konzentration und möglichst rege Beteiligung in allen Fächern, anschließend Hausaufgaben und außerschulische Aktivitäten – schon Kinder haben einen straffen Zeitplan, arbeiten also teilweise so viel wie Erwachsene.

Und das ist alles in Ordnung, sobald man nicht aus dem Raster fällt, hinter den Erwartungen zurückbleibt oder das schnelle Tempo einfach nicht mitgehen kann.

Schon im Kindergarten wird den Kleinsten beigebracht: Nur wer hart arbeitet, kann erfolgreich sein. Und nur wer erfolgreich ist, kann glücklich sein.

Kinder sollen funktionieren und Leistung erbringen

Wir bläuen unseren Kindern ein, dass sie gute Noten brauchen, um später mithalten zu können. Kommen sie mit einer Drei nach Hause, machen wir ihnen klar, dass sie doch auch eine Zwei haben könnten, wenn sie sich nur ein bisschen mehr anstrengten. Was viele Kinder aber hören, ist: Du würdest uns besser gefallen, wenn du bessere Noten hättest. Eine Fünf auf dem Zeugnis würde uns sehr enttäuschen.

“36 Prozent aller Eltern sind bereit, ihren zehnjährigen Kindern Arzneimittel zur Verbesserung der Konzentration zu geben”, schreibt Schneider in der “Suchtfiebel”. Dieses Leistungsstreben fordert jedoch seinen Preis: “Unter den guten Schülern ist der Anteil derjenigen, die regelmäßig Medikamente konsumieren, am höchsten.”

Über solche karriere- und kulturbeflissenen Familien schreibt Schiffer:

“Hier wird eine andauernde innere Friedlosigkeit erzeugt, denn die Leistung der eigenen Kinder steht im Vergleich zu der der jeweils anderen. Die Szene wird von Konkurrenz und Marktwert beherrscht. Was ist mein Marktwert? Wie steche ich meinen Konkurrenten aus?”

Das falsche Selbst vergiftet die Seele

So entstünde schließlich ein falsches Selbst. “Und das ist wegen der inneren Friedlosigkeit sucht- oder dopinggefährdet.”

Unsere Leistungsgesellschaft macht diejenigen zu Verlierern, die nicht mithalten können. Wer die Erwartungen nicht erfüllt, versucht häufig, sich zu verbiegen – jenes falsche Selbst zu erschaffen, um nicht ausgeschlossen zu werden.

Der daraus resultierende Stress, das andauernde Streben nach Erfolg und Glück, das doch scheinbar nie wirklich erreicht werden kann, ist Gift für die Seele. Für Kinderseelen noch viel mehr als für Erwachsene.

Das ständige Gefühl, nicht gut genug zu sein, löst einen Schmerz aus. Vielleicht einen, der zunächst unter der Oberfläche schlummert, wie Maté es ausdrückte, aber eben einen, der durchaus spürbar ist.

Es ist genau dieses Leistungsstreben, das zu den neuen Volkskrankheiten wie Depressionen und Burnout führt – und das ein Bedürfnis nach Ablenkung, Flucht und nach Betäubung auslösen kann.

Mehr zum Thema: Das wird später aus Kindern, die ihren Eltern ständig widersprechen

6. Die Angst vor dem Versagen, die Eltern auf ihre Kinder übertragen

Es ist nicht leicht, heute ein Kind zu erziehen und viele Eltern fühlen sich stark unter Druck gesetzt. Hinzu kommt häufig die Angst, zu versagen. Was, wenn mein Kind in der Schule nicht gut genug ist? Was, wenn es in dieser globalisierten Leistungsgesellschaft nicht mithalten kann?

Viele Eltern wollen ihre Kinder beschützen und greifen deshalb sehr stark in ihr Leben ein. Sie planen ihre Freizeit, sie greifen in ihr Spiel ein, sie erwarten, dass ihr Kind ihre Erwartungen erfüllt. Sie glauben, dass sie es aus Liebe tun. In Wahrheit jedoch steckt Angst dahinter:

Elterliche Geborgenheit könne schnell in einen Würgegriff umschlagen, schreibt Schiffer, “wenn die Eltern aus eigener Not heraus nicht mehr die Bedürfnisse und Interessen ihres Kindes im Auge haben, sondern vorwiegend ihre eigene Angst in Schach halten“.

Leistung als magisches Mittel gegen die Angst

Das Heilmittel, das unsere Gesellschaft für diese Angst erfunden hat, heißt Leistung. Solange man nur hart genug arbeitet, wird man nicht untergehen.

“Leistung als magisches Mittel gegen Angst wird heute schon von Kindern eingefordert”, schreibt Schiffer. “Und ebendies bedeutet eine erhebliche Einschränkung der Autonomie und des eigenen Weges.”

Kinder, die nicht selbst bestimmen, nicht selbst ihre Umwelt entdecken und erleben, nicht ihren eigenen Interessen in ihrem eigenen Tempo folgen dürfen, verlieren ihren Eigensinn.

Dröhnungen gegen die Langeweile

Der Verlust des Eigensinns bleibt jedoch nicht ohne Folgen:

“Wenn Erwachsene die Fähigkeit, sich in tagträumerischer Weise von ihrer Umwelt ansprechen zu lassen und so stöbernd, stutzend, und staunend innerlich viel zu erleben, verloren bzw. nicht ausreichend erworben haben, dann verlieren sie einen Teil ihres Eigensinns. Un diesem Augenblick sind sie auf Mittel, Medien, ‘Dröhnungen’ angewiesen, um etwas zu erleben.”

Was Kinder also viel mehr brauchen als gute Zeugnisse und gradlinige Lebensläufe sind Freiräume. Platz für Abenteuer, Räume zur Selbstentfaltung. Und die Chance, auch mal scheitern zu dürfen.

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